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Nigeria: Russland belebt großes Stahlwerksprojekt, das jahrzehntelang still lag

Nigeria: Russland belebt großes Stahlwerksprojekt, das jahrzehntelang still lag
Russlands Präsident Wladimir Putin und sein nigerianischer Amtskollege Muhammadu Buhari
Nigeria hofft auf russische Hilfe, um ein Stahlwerk in Betrieb zu nehmen, das zuweilen zwar als "Grundgestein" der Industrialisierung des Landes bezeichnet wird und in den 1980er-Jahren fast fertiggestellt war, jedoch nie in Betrieb genommen wurde.

Die russische MetProm-Gruppe, die sich unter anderem auf die Modernisierung und den Bau von Eisen- und Stahlwerken spezialisiert hat, hat sich bereit erklärt, das Stahlwerk Ajaokuta Steel in Nigeria abzuschließen. Das teilte der nigerianische Minister für Bergbau und Stahlentwicklung, Olamilekan Adegbite, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg mit. Die Arbeiten werden vom staatlichen Russischen Exportzentrum und der African Export-Import Bank mit Sitz in Kairo finanziert.

Der Bau von Ajaokuta Steel am Ufer des Niger-Flusses wurde 1979 von der sowjetischen Firma Tjaschpromexport begonnen. Etwa acht Milliarden US-Dollar wurden in das Projekt investiert, und man erwartete, dass es jährlich rund drei Millionen Tonnen Stahl produzieren wird, so Bloomberg.

Obwohl die Anlage fast fertiggestellt war, wurde sie mangels geeigneter Verkehrsinfrastruktur nicht in Betrieb genommen, berichtete Interfax. Seitdem die letzten sowjetischen Spezialisten das Land verlassen haben, hatten viele ausländische Investoren die Anlage im Visier, darunter auch aus Indien, China und den USA. Nigerias Bergbauminister erklärte:

Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass es am besten ist, zu denjenigen zurückzukehren, die ursprünglich schon daran gearbeitet haben.

Nach 40 Jahren Inaktivität hat das Werk eine zweite Chance erhalten, als Russland und Nigeria das Thema auf dem russisch-afrikanischen Wirtschaftsforum im Oktober in Sotschi diskutierten. Der russische Präsident Wladimir Putin und sein nigerianischer Amtskollege Muhammadu Buhari vereinbarten, die Fertigstellung der von beiden Seiten initiierten aufgegebenen Projekte sicherzustellen. Der russische Minister für Industrie und Handel, Denis Manturow, erklärte, dass er hoffe, dass es russischen Ingenieurbüros gelingt, die Arbeiten an der Anlage in Ajaokuta wiederaufzunehmen und sie schließlich in Betrieb zu nehmen. Der Vizepräsident der Abteilung für internationale Geschäftsentwicklung bei der MetProm-Gruppe, Michail Matwejew, ging nicht auf die finanziellen Details des Projekts ein, sagte jedoch:

Unsere Aufgabe ist es, die Anlage zu renovieren, in Betrieb zu nehmen, auf die geplante Kapazität zu bringen und alle Investitionen für den Wiederaufbau zurückzuzahlen. Danach wird es an die nigerianische Seite übergeben.

Nach Einschätzung der russischen Seite sollen die Arbeiten in etwa zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein. Nigeria hofft jedoch, dass die Anlage bereits in zwei Jahren fertig sein wird.

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