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Vernichtendes Urteil: Experten bezeichnen Simbabwes Ökonomie als "Voodoo-Wirtschaft"

Vernichtendes Urteil: Experten bezeichnen Simbabwes Ökonomie als "Voodoo-Wirtschaft"
Die Lage der Wirtschaft in Simbabwe soll sich dieses Jahr weiter verschärfen. Das zeigen Statistiken des Finanzministeriums. Experten nennen die außer Kontrolle geratene Inflation als einen der Gründe für die Situation und erklären die Wirtschaft des Landes für tot.

Es wird erwartet, dass die Wirtschaft Simbabwes im Jahr 2019 um weitere 20 Prozent schrumpfen wird. Den Daten der simbabwischen Regierung zufolge stieg das BIP des Landes im vergangenen Jahr um vier Prozent, während die Inflationsrate einen sprunghaften Anstieg von 20,85 Prozent im Oktober auf 75,86 Prozent im vergangenen Monat verzeichnete.

Mthuli Ncube, Finanzminister von Simbabwe, sagte kürzlich, dass die im vergangenen Jahr beschlossenen Sparmaßnahmen greifen und zu einem Haushaltsüberschuss führen würden.

Wirtschaftskrise in Simbabwe: Notenbank gibt Bindung an US-Dollar auf

Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Wirtschaft offiziell als "tot" eingestuft wird, da die neuesten Daten und die Reformen der Regierung keine positiven Veränderungen in naher Zukunft erwarten lassen. Tinashe Eric Muzamhindo von der Women's University of Africa in Simbabwe erklärte:

Unsere Wirtschaft ist jetzt dysfunktional und buchstäblich tot. Wir haben eine echte Krise in diesem Land. Wir haben keine Wirtschaft, über die wir reden können. Wir erleben so viele Probleme wie Treibstoff, die Preise schießen in die Höhe, Korruption und so weiter. Um ehrlich zu sein, hat die Korruption dieses Land zerstört.

Es wird erwartet, dass Zentralbank des Landes die Treibstoffsubventionen streicht, was bedeutet, dass die Ölgesellschaften gezwungen sein werden, auf dem Interbankenmarkt um Fremdwährung zu konkurrieren. Dabei dürfte der Treibstoffpreis stark steigen. Der letzte Benzinpreisanstieg im Januar machte den Benzinverkauf im Land zum teuersten der Welt und löste landesweite Proteste aus.

Zentralbankchef John Mangudya sagte am Montag, dass die Bank die 1:1 Kursstützung aus der Kraftstoffimportmatrix aufgeben wird. Das könnte möglicherweise eine weitere Runde von Preiserhöhungen auslösen und einen Dominoeffekt auf die Wirtschaft haben. Er erklärte:

Es darf nur ein einziger Devisenkurs auf dem Markt für die Einfuhr aller Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Das bedeutet, dass der 1:1 Wechselkurs, der von den Ölfirmen für die Beschaffung von Kraftstoff verwendet wurde, mit sofortiger Wirkung eingestellt wird.

Simbabwe ist seit vielen Jahren von der steigenden Inflation und einer sprunghaften Staatsverschuldung betroffen. Nach der Hyperinflation im Jahr 2009 schaffte das Land seine eigene Währung ab und verwendete danach einen internationalen Währungskorb, angeführt vom US-Dollar. Im Februar beschloss Harare, die unrealistische Anbindung seiner staatlichen Schuldverschreibungen an den US-Dollar aufzugeben, und die ebenfalls an den US-Dollar gebundene Hybridwährung des Landes wurde zu einer neuen Währung namens RTGS-Dollar verschmolzen.

Der ehemalige Finanzminister und Oppositionspolitiker Tendai Biti, der vor zehn Jahren die Einführung des US-Dollars in Simbabwe überwachte, um die Hyperinflation einzudämmen, bezeichnete die neue Politik als eine Katastrophe, schweren Diebstahl und "Voodoo-Wirtschaft".

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