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Präsident al-Baschir über Proteste: Im Sudan wird der Arabische Frühling kopiert

Präsident al-Baschir über Proteste: Im Sudan wird der Arabische Frühling kopiert
Unterstützer des sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir versammeln sich am 9. Januar 2019 während einer Kundgebung auf dem Grünen Platz in der Hauptstadt Khartum.
Demonstranten im Sudan versuchen, den sogenannten "Arabischen Frühling" nachzuahmen, der die Region 2011 erschütterte. Das kritisierte der Präsident des Sudan, Omar al-Baschir, während seines Besuchs in Ägypten, berichtet Reuters.

Präsident al-Baschir steht vor seiner bislang größten innenpolitischen Herausforderung, seit er 1989 bei einem Putsch an die Macht kam. Seit Wochen gehen Tausende von Demonstranten auf die Straße, um gegen den Staatsführer zu demonstrieren.

Kindersoldat, Südsudan, 7. August 2018.

Nun besuchte der Präsident das benachbarte Ägypten. Wenige Wochen zuvor hatte er Katar einen Besuch abgestattet. In Anwesenheit von Abdelfattah al-Sisi, dem Machthaber Ägyptens, beschuldigte Baschir internationale "schädliche Organisationen", die sich für die Destabilisierung der Region, vor allem Sudans, einsetzen würden. Er sagte:

"Wir behaupten nicht, dass es kein Problem gibt, aber es ist nicht von der Größe oder dem Ausmaß, wie das einige Medien darstellen."

"Dies ist ein Versuch, den Arabischen Frühling im Sudan zu kopieren, das sind die gleichen Slogans und Appelle. Hinzu kommt die sehr breite Nutzung von sozialen Medien."

Er zitierte "schädliche Agitationen", die die Länder, die vom sogenannten Arabischen Frühling 2011, der von den USA und westeuropäischen Ländern unterstützt wurde, betroffen waren, miterlebt haben. Der sudanesische Führer fügte hinzu:

"Das sudanesische Volk ist wachsam und wird keinen Eingriff zulassen oder versuchen, die Sicherheit des Sudans zu destabilisieren."

Die Proteste in Khartum brachen aus, als Behörden versuchten, eine Reihe von Sit-ins auf öffentlichen Plätzen aufzulösen. Zuvor rief ein Arbeitsverband zu Protesten auf. Sicherheitskräfte feuerten Tränengas und benutzten scharfe Munition gegen Demonstranten. In anderen Fällen versuchten Demonstranten, Seitenstraßen zu den Hauptplätzen der Hauptstadt zu blockieren. Sie benutzten unter anderem Steinblöcke, um Sicherheitskräften den Zugriff zu verweigern.

Zeugen berichteten der AFP-Nachrichtenagentur, dass die Polizei die Demonstranten davon abhielt, sich am Sonntag auf öffentlichen Plätzen in Khartum und Omdurman zu versammeln, indem sie sie mit schlammigen Wasser fluteten.

Eine der Parolen der sudanesischen Demonstranten – "Das Volk will den Sturz des Regimes" – wurde durch ähnliche Aufstände in Tunesien, Ägypten und anderen arabischen Staaten bekannt.

Im Februar 2011 zwangen achtzehn Tage andauernde Massenproteste Ägyptens langjährigen Führer Husni Mubarak zum Rücktritt.

Laut Behördenberichten wurden inzwischen mindestens 30 Menschen bei den Unruhen der letzten Wochen getötet. Rechtsgruppen und lokale Oppositionelle sagen, dass ihren Rechnungen zufolge mindestens 45 Menschen getötet wurden.

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Allein am Donnerstag wurden drei Menschen bei den laut Berichten bis dahin größten Demonstrationen gegen Omar al-Bashir getötet.

Die sudanische Behörden haben ausländische Journalisten daran gehindert, über die Ereignisse im Land zu berichten. Journalisten, die für Al Jazeera, die türkische Nachrichtenagentur Anadolu und das saudische Fernsehen Al Arabiya arbeiten, wurde vergangene Woche die Akkreditierung verweigert.

Abdelfattah al-Sisi, der seit 2014 Präsident Ägyptens ist, erklärte, dass er sich nach den Turbulenzen, die der Sturz von Husni Mubarak vor acht Jahren ausgelöst hatte, für die Wiederherstellung der Stabilität einsetzt. Al-Sisi soll Tausende von Mitgliedern der Opposition, vor allem aus den Reihen der Muslimbruderschaft, seit Beginn seiner Amtszeit verhaftet haben.

Der ägyptische Präsident bemerkte, der Besuch von al-Baschir sei "der Höhepunkt der zahlreichen Bemühungen, die wir im vergangenen Jahr unternommen haben, um die bilateralen Beziehungen zu stärken".

 

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