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Afrika-Strategie der USA: US-Investitionen sind gut, Investitionen aus China und Russland schlecht

Afrika-Strategie der USA: US-Investitionen sind gut, Investitionen aus China und Russland schlecht
Die Afrika-Strategie der USA besagt: Wenn US-Gelder nach Afrika fließen, ist alles fair und vorteilhaft für alle Seiten. Aber wenn andere Nationen dies tun, ist es schierer Kolonialismus. Russische und chinesische Investitionen in Afrika sind aus US-Sicht immer schlecht.

Der nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, kritisierte Peking und Moskau, das Wirtschaftswachstum in Afrika zu "hemmen" und die "finanzielle Unabhängigkeit der afrikanischen Nationen zu gefährden". Bolton sprach von "Raubtierpraktiken" Russlands und Chinas. 

Symbolbild - Proteste in Benghazi, Oktober 2015

China setze "Bestechungsgelder und undurchsichtige Vereinbarungen" ein, um die afrikanischen Länder "anhand von Pekings Wünschen und Forderungen festzunageln". Auch die Ausbeutungen Moskaus seien nicht besser. Aber, wenn es um die USA geht, zeigt sich eine andere Darstellung. Bolton erklärte am Donnerstag in Bezug auf die Afrika-Strategie der USA:

Wir bitten nur um Gegenseitigkeit, niemals um Unterwürfigkeit.

Dabei bezeichnete er die Vereinigten Staaten als die "geringste imperiale Macht in der Geschichte der Welt." Im Gegensatz zu Chinas Regierungsoberhaupt Xi Jinping, der neunmal in Afrika gewesen ist, um große Investitionsprojekte zu fördern, schien das Weiße Haus bislang eher bereit zu sein, seine Armee auf dem Kontinent einzusetzen – US-Truppen sind in 50 von 54 afrikanischen Staaten stationiert. 

Der Analyst für afrikanische Angelegenheiten, Lawrence Freeman, wertet das erneuerte Interesse der USA an Afrika als eine "zynische geopolitische Strategie", die mehr darauf abzielte, "gegen Russland und China die Oberhand zu behalten" als alles andere: 

Die Trump-Regierung hat nicht wirklich Interesse, Afrika zu helfen, sich zu entwickeln. Sie sehen Afrika als einen Bauern auf einem geopolitischen Schachbrett. 

Bundeskanzlerin Merkel wartet vor dem Kanzleramt auf das Eintreffen ihrer Gäste zum Anlass der jüngsten Afrika-Konferenz

In einem Gespräch mit RT argumentierte Freeman, dass chinesische Mega-Projekte wie die "Belt and Road Initiative" entgegen Boltons Umschreibung nicht als "räuberisch" abgetan werden können, da sie den afrikanischen Ländern beim Aufbau wichtiger Infrastrukturen helfen. 

Afrika wurde jahrzehntelang als der "verlorene Kontinent" bezeichnet und vor allem deshalb "abgeschrieben", weil "die USA keine Infrastrukturen zur Verfügung stellten oder etwas zur Entwicklung der Nation unternahmen", so Ann Lee, Professorin für Wirtschaft und Finanzen an der New York University, gegenüber RT:

Jetzt, wo China in Afrika aktiv ist und den Kontinent zu dem am schnellsten wachsenden macht, haben die USA das Gefühl eines Aufholbedarfs. 

Professor Lee bemerkte, dass chinesische Investitionen die afrikanischen Nationen "reicher" machten und sagte, dass die Art der "Überredungskunst", welche die USA anwenden, "um Zugeständnisse zu erhalten, wahrscheinlich keine Freunde gewinnen wird."  

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