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Südsudan: Vereinte Nationen warnen vor Afrikas größter Flüchtlingskrise

Südsudan: Vereinte Nationen warnen vor Afrikas größter Flüchtlingskrise
Flüchtlinge in Südsudan, 12. Januar 2012.
Fast sieben Millionen Menschen Südsudans brauchen dringend Hilfe zum Überleben. Ihnen fehlt es durch den Bürgerkrieg im Land an Wasser, Nahrung und medizinischer Grundversorgung. Auf dem afrikanischen Kontinent bahnt sich eine neue Flüchtlingskrise an.

Die Gewalt währt schon seit Jahren im Südsudan. Zehntausende sind ihr bereits zum Opfer gefallen. Jeder Dritte Südsudanese ist aus seiner Heimstätte geflüchtet, davon sind fast 90 Prozent Frauen und Kinder. Der Bürgerkrieg im Südsudan begann im Jahr 2013. Der Konflikt schwelt zwischen Befürwortern des Präsidenten Salva Kiir Mayaridt und seinem entlassenen Vizepräsidenten, der einer anderen Bevölkerungsgruppe entstammt. 

Die meisten Betroffenen leben in Afrika (243 Millionen) und Asien (520 Millionen). Millionen Kinder leiden als Folge von Hunger an Mangelerscheinungen. Auch in der Tierwelt werden die Folgen zerstörter Vegetation und Felder sichtbar.

Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar des UNHCR, erklärte auf einer Pressekonferenz zu den benötigten humanitären Mitteln: 

Der Preis von 3,2 Milliarden Dollar scheint sehr hoch. Aber was die Welt im Krieg ausgibt sind 15 Billionen. 3,2 ist eine große Zahl, aber wenn man diese damit vergleicht, was dafür ausgegeben wurde, um die Krise herbeizuführen, ist es nicht viel. Es ist der Preis, den wir zahlen müssen, um Leuten dabei zu helfen, am Leben zu bleiben - und weiterhin Möglichkeiten und Hoffnungen auf die Zukunft zu haben.

Tausende von Sudanesen haben in Kenia Schutz gesucht. Täglich kommen im Flüchtlingslager Kakuma mehr Flüchtlinge an. Andere Fluchtorte sind Uganda, Sudan, Äthiopien, der Kongo und die Zentralafrikanische Republik. Kinder fallen bewaffneten Gruppen zum Opfer und werden zum Einsatz an der Waffe gezwungen. Frauen, deren Männer umgebracht wurden, werden häufig vergewaltigt und eine Generation wächst ohne Bildung auf. 

Schon im vergangenen har warnte die UN vor den Folgen einer Hungersnot. Mehr als 100.000 Menschen waren vom Hungertod bedroht und 40 Prozent der Bevölkerung konnten ohne Hilfslieferungen nicht überleben. Ende dieses Jahres könnten drei Millionen Südsudanesen auf der Flucht sein. Dies würde für Afrika eine neue massive Flüchtlingskrise nach dem Genozid von Ruanda m Jahr 1994 markieren. Die Spendenbereitschaft ist bisher gering. Im letzten Jahr erhielt das UNHCR nur ein Drittel der finanziellen Hilfe für die Flüchtlinge. 

Grandi appellierte an die verfeindeten Parteien, im Südsudan einen Weg in den Frieden zu finden. 

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