Medien: Explosion an größter Ölpipeline in Libyen

Medien: Explosion an größter Ölpipeline in Libyen
Symbolbild: Pipelines auf dem libyschen Ölfeld El Sharara am 3. Dezember 2014.
Eine Explosion hat die wichtigste Rohöl-Pipeline erschüttert, die das Seeterminal Es Sider in Libyen speist. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf lokale Quellen.

Der Mittelmeerhafen Es Sider, auch Sidr und Sidra genannt, beherbergt das größte Öldepot Libyens. Die Explosion ereignete sich an der Pipeline der Ölgesellschaft Waha in der Nähe von Marada.

Während des libyschen Bürgerkriegs, der 2011 begonnen hatte, wechselte der Hafen von Es Sider mehrmals den Besitzer. Er wurde durch Kämpfe schwer beschädigt und blieb zwischen 2014 und 2016 geschlossen. Im März dieses Jahres wurde Es Sider, der zu Beginn des Konflikts rund 447.000 Barrel pro Tag verschifft hatte, von Streitkräften zurückerobert, die dem libyschen Militärkommandanten Khalifa Haftar die Treue geschworen hatten. Anschließend konnte die Arbeit auf der Anlage wiederaufgenommen werden.

Libyen ist für Deutschland ein wichtiger Öllieferant. Allein von Wintershall werden dort täglich circa 65.000 Barrel gefördert. Dem Unternehmen steht jedoch eine Strafzahlung in Höhe von einer Milliarde Dollar bevor. Angeblich habe Wintershall Vereinbarungen gebrochen, berichtet Focus.

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