Sudan nimmt Kinder der in Libyen getöteten IS-Terroristen auf

Sudan nimmt Kinder der in Libyen getöteten IS-Terroristen auf
Sudan nimmt Kinder der in Libyen getöteten IS-Terroristen auf
Libyens Behörden fordern fünf afrikanische Länder auf, sich der Kinder anzunehmen, deren Väter für den "Islamischen Staat" gekämpft haben und im libyschen Sirte getötet worden sind. Nun sind die ersten acht dieser Kinder in Sudans Hauptstadt Khartum angekommen. Die Regierung des Landes will sich um sie kümmern.

Die Minderjährigen wurden nicht entführt, sondern sie lebten regulär zusammen mit ihren Verwandten, die sich den in Libyen kämpfenden IS-Terroristen angeschlossen hatten. Die Kinder verbrachten mehrere Jahre in Lagern und Gebieten, die der "Islamische Staat" kontrollierte. Nach der Befreiung von Sirte und nach dem Tod ihrer Verwandten kamen die jungen Sudanesen zuerst nach Misrata und dann nach Khartum.

Das Außenministerium der Regierung der nationalen Einheit Libyens hatte fünf Staaten – und zwar den Sudan, Ghana, Tunesien, Ägypten und den Senegal – aufgefordert, sich der Kinder der aus diesen Ländern stammenden Terroristen anzunehmen. Nach Angaben der libyschen Rothalbmond-Gesellschaft beläuft sich die Zahl solcher Kinder auf 50.

Wir werden mit der Rothalbmond-Gesellschaft in Misrata weiterhin eng zusammenarbeiten, um weitere vier Kinder zurückzubringen. Diese Maßnahmen erfolgen im Rahmen des humanitären Zusammenwirkens, damit diese Kinder zurückkehren, damit sie in ihren Familien im Sudan aufwachsen", sagte Ibrahim al-Tidschani, Mitarbeiter der Abteilung für Terrorbekämpfung beim Sicherheits- und Aufklärungsdienst des Sudan.

Nun wird Sudans Regierung die Verantwortung für die Zukunft dieser Kinder übernehmen müssen, um ihnen günstige Bedingungen für eine Sozialisierung zu ermöglichen und sie vor der falschen Ideologie zu schützen, die die Seele der Kinder verstümmelt hat.