Terrorangriff in Mali: 36 Geiseln aus Luxus-Resort gerettet - Bisher 2 Tote [FOTOS]

Terrorangriff in Mali: 36 Geiseln aus Luxus-Resort gerettet - Bisher 2 Tote [FOTOS]
Französische und malische Spezialeinheiten führen eine gemeinsame militärische Operation durch, nachdem vermutlich Dschihadisten ein Luxusresort in Dougourakoro, West-Mali, gestürmt haben. Malis Sicherheitsminister hat bislang zwei Todesopfer bestätigt.

"Es ist ein Dschihadisten-Angriff", sagte Sicherheitsminister Salif Traoré der Agentur AFP. "Malische Sonderkräfte griffen ein ... Leider sind derzeit zwei Tote zu vermelden, darunter ein französisch-gabunischer Bürger."

"Zuerst dachten wir, dass sie bewaffnete Banditen sind, aber wir wissen, wie bewaffnete Banditen operieren, sie halten kein Territorium. Deshalb denken wir jetzt, dass es sich um einen Terroranschlag handelt", erklärte Traoré der Agentur Reuters.

Mindestens 36 Geiseln, die sich während des Bamako-Angriffs in der Gewalt der Angreifer befanden, wurden von Sicherheitskräften gerettet, berichtet das malische Staatsfernsehen.

Die bewaffneten Unbekannten griffen das Luxus-Resort „Le Campement Kangaba“ in Dougourakoro nahe der Hauptstadt Bamako am Sonntagnachmittag an. Die Operation der Sicherheitskräfte ist dem Malischen Sicherheitsministerium zufolge noch im Gange. Das Resort ist sowohl für Expats als auch für westliche Touristen ein beliebtes Reiseziel.

Soldaten der französischen Anti-Terror-Einheit Bakhane haben in Verbindung mit den örtlichen Behörden einen Sicherheitsgürtel eingerichtet, der das Resort einschließt.

Die Zahl der Angreifer wurde von der Nachrichtenagentur Sputnik, die sich auf eine Quelle aus dem Militär beruft, auf bis zu sechs beziffert. Zwei der Angreifer sind angeblich getötet worden.

Einer der Angreifer floh verletzt und ließ "eine Maschinenpistole und sechs Flaschen mit Sprengstoff" zurück, gab das malische Sicherheitsministerium bekannt.

Mindestens zwei Menschen, ein Polizist und ein Zivilist, wurden während des Angriffs verwundet.

Die US-Botschaft in Bamako warnte noch am 9. Juni vor einem potenziellen Angriff in naher Zukunft.

"Die US-Botschaft informiert US-Bürger über eine mögliche erhöhte Bedrohung durch Angriffe gegen westliche diplomatische Missionen, Kultstätten und andere Orte in Bamako, an denen sich Westler häufig aufhalten. Meiden Sie ungeschützte Orte mit schlechten Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich Hotels, Restaurants und Kirchen."

Mali kämpft seit Jahren gegen einen dschihadistischen Aufstand in den zentralen und nördlichen Regionen des Landes.

Dschihadisten-Gruppen, die Verbindungen zu Al-Qaida im Maghreb (AQIM) hatten, erlangten im Jahr 2012 die Kontrolle über den nördlichen Teil Malis und profitierten von einem Rebellenaufstand in der Region. Allerdings wurde der Aufstand im Januar 2013 von einer französisch-geführten Militäroffensive niedergeschlagen.

Im November 2015 starben 20 Menschen, nachdem Angreifer Gäste und Mitarbeiter des Radisson Blu Hotels in der Hauptstadt als Geiseln genommen hatten. Al-Qaida im Maghreb reklamierte die Tat für sich.

Selbst 10.000 UN-Friedenstruppen, darunter ein großes Kontingent französischer Soldaten, konnten den Aufstand nur mit mäßigem Erfolg bekämpfen.

ForumVostok