Doppelter Selbstmordanschlag von Al-Shabaab in Somalia: 30 Tote, 40 Verletzte

Archivbild: Anwohner begutachten den Schaden nach einem vorherigen Bombenanschlag durch Terroristen von Al Shabaab in der Nähe des Somali Youth League Hotel in Mogadischu am 27. Februar 2016.
Archivbild: Anwohner begutachten den Schaden nach einem vorherigen Bombenanschlag durch Terroristen von Al Shabaab in der Nähe des Somali Youth League Hotel in Mogadischu am 27. Februar 2016.
Zwei Selbstmordattentäter der somalischen Al-Shabaab Terrororganisation, einer Splittergruppe der al-Qaida, haben in Süd-Zentral-Somalia mindestens 30 Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Bereits am Samstag hatte Al-Shabaab einen blutigen Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu verübt.

Die beiden Explosionen erschütterten das Zentrum der Stadt Baidoa, als sie an einem belebten Platz in der Nähe eines Restaurants ausgelöst wurden. "Das Restaurant und die Kreuzung waren voller Menschen, weshalb die Zahl der Todesopfer steigen könnte," zitiert Reuters den Polizeimajor Bilow Nurr.

Die Stadt Baidoa liegt etwa 245 Kilometer nordwestlich von Mogadischu, der Hauptstadt Somalias.

Polizeioberst Abdi Osman bestätigte die Zahlen. Der Beamte fügte hinzu, dass eine Bombe an der Kreuzung detonierte und eine weitere Explosion in Nähe des Restaurants.

Krankenhausmitarbeiter sagten, dass einige der Leichen wegen der starken Verbrennungen nicht identifizierbar seien.

Die mit der Terrorgruppe al-Qaida verbundene Al-Shabaab übernahm die Verantwortung für den Angriff. Laut Reuters erklärte der Sprecher der Militäroperation der Gruppe, Scheich Abdiasis Abu Musab: "Wir zielten mit dem Anschlag auf Regierungsbeamte und Militärangehörige."

Quelle: PH2 JOHN BIVERA

Der Angriff kommt nur wenige Tage nachdem Kämpfer der Al-Shabaab 14 Menschen mittels einer Autobombe töteten und das Somali Youth League, auch bekannt als Hotel SYL, erstürmten, das sich in der stark gesicherten Gegend um den Präsidentenpalast im Zentrum von Mogadischu befindet.

Die Extremisten-Gruppe kämpft gegen Somalias vom Westen unterstützte Regierung mit dem Ziel, eine strenge Version der Scharia zu etablieren.