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Äthiopische Regierung bringt nach eigenen Angaben zweitgrößte Stadt in Tigray unter Kontrolle

Äthiopische Regierung bringt nach eigenen Angaben zweitgrößte Stadt in Tigray unter Kontrolle
Äthiopische Regierung bringt nach eigenen Angaben zweitgrößte Stadt in Region Tigray unter Kontrolle. Auf dem Bild: Angehörige der Äthiopischen Verteidigungskräfte bereiten sich am 9. November 2020 auf einen Einsatz in der Nähe der Grenze zur Region Tigray vor.
Im Konflikt um die Region Tigray geht Äthiopien weiter entschieden vor. Nach Angaben des Militärs rücken die Streitkräfte zur Regionalhauptstadt Mek'ele vor. Die zweitgrößte Stadt in Tigray befindet sich demnach wieder unter Kontrolle der die Regierung in Addis Abeba.

Die äthiopische Regierung hat nach eigenen Angaben die zweitgrößte Stadt der Region Tigray, Adigrat, unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das Büro des Regierungschefs Abiy Ahmed am Samstag im staatlichen Fernsehen und auf Twitter mitteilte, seien die Streitkräfte nun in Richtung Mek'ele unterwegs, der Hauptstadt der Region. 

Im Tweet ist allerdings vom 12. November 2013 die Rede, weil das Land eine eigene Zeitrechnung hat, die gegenüber dem Gregorianischen Kalender um ungefähr sieben Jahre zurück ist.

Gegen das Vorgehen der äthiopischen Truppen regt sich internationaler Protest wie hier in Washington D.C. (9. November 2020)

In der Region Tigray geht die Regierung in Addis Abeba gegen die sogenannte Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) vor. Die TPLF war die dominante Partei in der Parteienkoalition, die Äthiopien über 25 Jahre lang regierte. Als Regierungschef Abiy Ahmed im Jahr 2018 in Äthiopien an die Macht kam, brachte er Reformen auf den Weg, entfernte Funktionäre der alten Garde und gründete eine neue Partei, der die TPLF nicht beitrat. Dem aktuellen Konflikt gingen monatelange Spannungen voraus.

Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge trieb der Konflikt bereits etwa 33.000 Menschen zur Flucht in das Nachbarland Sudan. Wie der Vertreter des Welternährungsprogramms Hameed Nuru am Freitag mitteilte, seien unter den Flüchtlingen viele schwangere Frauen mit kleinen Kindern. Innerhalb der vergangenen Tage seien in einem Flüchtlingslager zwölf Babys zur Welt bekommen. Die Zahl der Flüchtlinge könnte nach UNHCR-Angaben noch auf rund 200.000 steigen. Die UN-Organisationen bräuchten nach eigenen Angaben für die direkte Nothilfe dringend 50 Millionen US-Dollar (rund 42 Millionen Euro).

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