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Zufluchtsort für Rassismus-Opfer: R&B-Sänger plant Bau einer panafrikanischen Metropole

Zufluchtsort für Rassismus-Opfer: R&B-Sänger plant Bau einer panafrikanischen Metropole
Der amerikanische R&B-Sänger Akon bestätigte jüngst den Bau einer futuristischen Metropole im Senegal. Das ambitionierte Infrastrukturprojekt der Superlative soll Afroamerikanern in den USA ein Leben fern von rassistisch motivierter Diskriminierung bieten.

Seit mehreren Monaten demonstrieren Anhänger und Sympathisanten der Black-Lives-Matter-Bewegung gegen seit Jahrzehnten verankerten strukturellen Rassismus und willkürlich scheinende Polizeigewalt. Die Opfer sind meist dieselben: sozioökonomisch benachteiligte Afroamerikaner.

So auch im Fall George Floyds, eines 46-jährigen Familienvaters, der aufgrund des Verdachts, mit einem gefälschten Zwanzig-Dollar-Schein bezahlt zu haben, bei seiner Verhaftung durch exzessive Polizeigewalt den Tod fand.

Doch während die Proteste in zahlreichen amerikanischen Städten weiterhin andauern, scheint einer nicht nur eine Lösung für rassistisch motivierte Diskriminierung gefunden zu haben, sondern eine Alternative zum Leben in den USA selbst.

Basierend auf dem US-amerikanischen Science-Fiction-Film "Black Panther" soll eine Stadt ähnlich der im Film technisch fortgeschrittenen Metropole "Wakanda" entstehen. Ziel der Errichtung einer solchen Stadt ist laut dem Initiator – dem US-amerikanischen R&B Sänger Akon – die Schaffung einer Heimat in Afrika, fern von der eigentlichen Heimat, den Vereinigten Staaten.

"Ich wollte eine Stadt bauen oder ein Projekt wie dieses, die ihnen (den in den USA lebenden Afroamerikanern, Anm. d. Red) die Motivation gibt zu wissen, dass es ein Zuhause in der alten Heimat (Afrika, Anm. d. Red.) gibt."

Das panafrikanische Infrastrukturprojekt namens Akon City soll nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze schaffen, sondern künftig als eine Art Zuflucht für jene Afroamerikaner verstanden werden, die alltäglichem Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt sind.

"Das System zu Hause behandelt sie auf vielfältige Art unfair", erklärte Akon am Montag auf einer Pressekonferenz im Senegal. "Und sie (die Afroamerikaner, Anm. d. Red.) lassen dies nur mit sich machen, da sie denken, dass es keinen anderen Weg gibt."

Ambitioniert ist Akons "Wakanda im wahren Leben" durchaus. So soll die geplante Stadt nicht nur visuell futuristisch wirken, sondern durch die Implementierung aller neuesten Technologien zum kulturellen Hotspot der "Gesellschaft des zukünftigen Afrikas" werden. Des Weiteren soll ein Urlaubsressort am Meer, ein weit angelegtes Technikzentrum sowie ein Aufnahmestudio entstehen, dass unter dem Namen "Senewood" die örtliche Filmindustrie fördern soll.

Rund ein Drittel der benötigten sechs Milliarden Dollar sollen bereits gesichert sein. Namen seiner Investoren gab Sänger Akon bislang nicht bekannt. Der Bau der Stadt soll bereits im kommenden Jahr im 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Dakar gelegenen Mbodiene beginnen.

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