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"Israel-Sudan-Beziehungen waren nie Thema" – Sudanesisches Außenamt feuert seinen Sprecher

"Israel-Sudan-Beziehungen waren nie Thema" – Sudanesisches Außenamt feuert seinen Sprecher
Demonstration im Sudan im Zuge einer Eilsitzung des sudanesischen Kabinetts. Israel wurde vorgeworfen, eine militärische Produktionseinrichtung zerstört zu haben. 24. Oktober 2012
Der Sprecher des sudanesischen Außenministeriums, Haidar Badawi, wurde nach seiner Ankündigung einer Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Sudan und Israel entlassen. Der sudanesische Außenminister gab sich "erstaunt" über die Äußerungen seines Sprechers und zog daraus Konsequenzen.

Nachdem der Sprecher des sudanesischen Außenministeriums, Haidar Badawi, erklärt hatte, der Sudan werde Schritte in Richtung einer Normalisierung der Beziehungen zu Tel Aviv unternehmen, wurde er entlassen, meldet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı.

Gleich nach den medialen Auftritten Badawis erklärte der sudanesische Außenminister Omar Qamar al-Din Ismail, dass die israelisch-sudanesischen Beziehungen nie besprochen worden seien und der außenpolitische Sprecher auch nie den Auftrag erhalten habe, zu diesem Thema eine Erklärung abzugeben. Badawis Worte, der Sudan unternehme Anstrengungen, um seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren, sei mit Erstaunen aufgenommen worden.

Israel hat vergangene Woche bereits mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein entsprechendes Abkommen getroffen, das größtenteils kritische Reaktionen aus der arabischen Welt nach sich zog.

Palästinenser protestieren in Nablus gegen das Abkommen und verbrennen Bilder von US-Präsident Donald Trump und dem Kronprinzen  der Vereinigten Arabischen Emirate Mohammed bin Zayed al-Nahyan und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. (14. August 2020).

Gegenüber dem Nachrichtensender Sky News Arabia erklärte Badawi:

Es gibt keinen Grund, die Feindschaft zwischen Israel und dem Sudan fortzuführen.

Wie Euronews berichtete, antwortete Badawi auf die Frage, ob es direkte Gespräche zwischen dem Sudan und Israel gebe, wie folgt:

Ich kann dies nicht leugnen.

Dieselbe Antwort hatte Badawi auf die Frage gegeben, ob es Vorbereitungen auf eine entsprechende Vereinbarung zwischen beiden Staaten gebe.

Den Entschluss, die israelisch-sudanesischen Beziehungen zu normalisieren, erklärte Badawi so:

Das ist ein mutiger Schritt in die richtige Richtung, um Frieden im Nahen Osten und auf der Welt schaffen. Der Frieden zwischen Israelis und Arabern wird den Frieden auf der ganzen Welt fördern.

Um die Öffentlichkeit zu informieren, sei nun eine neue Erklärung notwendig, so das sudanesische Außenministerium.

Als afroarabischer, muslimisch geprägter Staat hatte der Sudan sowohl im Arabisch-Israelischen Krieg 1948/49 als auch im Sechstagekrieg von 1967 Israel offiziell den Krieg erklärt, während von Israel unterstützte christliche Milizen in zwei sudanesischen Bürgerkriegen – der letzte endete 2005 – gegen die sudanesische Regierung gekämpft hatten. 

Im Februar dieses Jahres hatte in Uganda ein Treffen zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Abdel Fattah Abdelrahman Burhan, dem Vorsitzenden des sudanesischen Souveränitätsrates, stattgefunden. Nach diesem Treffen hatte Netanjahu bestätigt, er habe sich mit seinem Gesprächspartner hinsichtlich des Beginns einer Zusammenarbeit zur Normalisierung der Beziehungen geeinigt. Dieses Treffen wurde von Protesten aus der sudanesischen Bevölkerung begleitet.

Der Annäherung der beiden Staaten war vor vier Jahren der Bruch des Sudan mit dem Iran vorangegangen. Kurz vor dem Angriff Saudi-Arabiens gegen den Jemen im März 2015 hatte der Sudan alle iranischen Gruppen ausgewiesen und daraufhin Saudi-Arabien im Jemenkrieg unterstützt. Der Sudan hatte seine diplomatischen Beziehungen zum Iran am 4. Januar 2016 abgebrochen.

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