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Sudan: 25 Tote bei Kämpfen in Port Sudan am Roten Meer

Sudan: 25 Tote bei Kämpfen in Port Sudan am Roten Meer
Bei den Protesten gegen al-Baschir und den Militärrat wurden etwa 250 Menschen seit Beginn der Proteste 2018 im Sudan getötet. Auf dem Zettel des Mannes steht übersetzt: "Millionenstarker Protest für die Ernennung eines neuen ständigen Chefs der Justiz und eines Generalstaatsanwalts". (Symbolbild)
Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen verschiedener Bevölkerungsgruppen im Osten Sudans sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Bereits seit Sonntag toben Kämpfe in Port Sudan. Soldaten versuchen, die Situation in der Hafenstadt unter Kontrolle zu bringen.

Nach weiterer Gewalt im Osten des Sudans ist die Zahl der Toten auf 25 gestiegen. Bei den Zusammenstößen zwischen Mitgliedern verschiedener Bevölkerungsgruppen in Port Sudan seien zudem insgesamt 87 Menschen verletzt worden, teilte ein Ärzteverband am Mittwoch mit. Die Kämpfe brachen am Sonntag in der Hafenstadt Port Sudan aus, die an dem für den internationalen Handel wichtigen Roten Meer liegt.

Sudans Militär wechselt Führung aus – Proteste gehen weiter

Am Montag waren mindestens 13 Menschen getötet worden. Aufgrund dieser Gewalteskalation besteht in der Stadt, die zu den größten des Landes gehört, eine komplette Ausgangssperre. Bürger dürfen den ganzen Tag das Haus nicht verlassen. Am Mittwoch sind auch Soldaten der Streitkräfte in Port Sudan angekommen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen gibt es schon lange, sie flammen immer wieder auf. Unter Präsident Umar al-Baschir, der das Land im Nordosten Afrikas 30 Jahre lang autokratisch regiert hatte, wurden die Konflikte oft mit Gewalt unterdrückt. Zudem wird al-Baschirs Regierung vorgeworfen, bestimmte Gruppen unterstützt und diese mit Waffen versorgt zu haben.

Die Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen des Landes haben seit dem Sturz al-Baschirs im April 2019 zugenommen, unter anderem weil die neue Übergangsregierung weniger autokratisch regiert. Seit diese die Regierungsgeschäfte übernommen hat, sind nach offiziellen Angaben landesweit mindestens 170 Menschen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Bevölkerungsgruppen getötet worden, die meisten davon in der Region Darfur im Westen.

Omar al-Baschir wurde am 14. Dezember 2019 wegen Korruption schuldig gesprochen und zu zwei Jahren Haft verurteilt. Wie die Übergangsregierung im Februar dieses Jahres bekannt gegeben hat, wird al-Baschir dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) überstellt, sobald er aus der Haft entlassen wird. Dort ist er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit insbesondere in der Kriegsregion Darfur (2003-2008) angeklagt. Der Gerichtshof hatte bereits 2009 einen Haftbefehl gegen al-Baschir erlassen. 

(dpa/rt)

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