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Libyen: LNA-Sprecher beschuldigt Türkei der Intervention und des Verstoßes gegen UN-Waffenembargo

Libyen: LNA-Sprecher beschuldigt Türkei der Intervention und des Verstoßes gegen UN-Waffenembargo
Sicherheitskräfte stehen bei einer Demonstration in Bengasi gegen die türkische Einmischung in Libyen neben einem Plakat des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.
Ankara soll gegen das UN-Waffenembargo und internationale Abkommen zur Stabilisierung Libyens verstoßen haben. Das verkündete Berichten zufolge der Sprecher der Libyschen Nationalarmee bei einer Pressekonferenz und präsentierte mehrere Videoaufnahmen als Beweis.

Der offizielle Pressesprecher der Libyschen Nationalarmee (LNA), Generalmajor Ahmad al-Mismari, hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz angeblich Beweise für die militärische Intervention der Türkei in den innerlibyschen Konflikt vorgelegt. Das berichtet die Nachrichtenagentur REGNUM mit Verweis auf das russische Portal Sobesednik.ru.

Diesen Berichten zufolge verkündete al-Mismari, dass Kameras eines von der LNA erbeuteten türkischen gepanzerten Fahrzeugs Kirpi den Weg zeigen, auf dem das Fahrzeug vom türkischen Hafen Izmir nach Tripolis transportiert wurde. Das Videomaterial beweise, dass Ankara gegen das UN-Waffenembargo verstoßen hat, so der offizielle Sprecher der LNA.

Außerdem sollen Journalisten bei der Pressekonferenz Videoaufnahmen von der Ausbildung der Kämpfer der libyschen Regierung der Nationalen Übereinkunft (GNA) unter Aufsicht türkischer Offiziere gezeigt worden sein. Auf den Aufnahmen sollen Kämpfer aus dem Norden Syriens zu erkennen gewesen sein. Al-Mismari betonte, dass die Aufnahmen Beweis dafür seien, dass der türkische Staat gegen internationale Abkommen zur Stabilisierung der Lage in dem nordafrikanischen Staat verstoßen habe.

Nach Angaben des offiziellen LNA-Sprechers gibt es zurzeit etwa 1.500 türkische Militärangehörige sowie Mitglieder des türkischen Militärunternehmens SADAT in Libyen. Darüber hinaus teilte er mit, dass 2.500 türkische Soldaten ausgebildet werden, um nach Libyen geschickt zu werden. Heute übersteige die Zahl der von der Türkei eingesetzten Kämpfer aus dem Norden Syriens, die in den nordafrikanischen Staat entsandt wurden, 17.000 Menschen. Al-Mismari zeigte während seines Auftritts vor der Presse ein weiteres Video, das zeigen soll, wie türkische Streitkräfte Syrer nach Libyen transportieren.

In einer Reaktion auf die Pressekonferenz der LNA warnte das türkische Außenministerium in einem Statement vom Donnerstag die Truppen des "Putschisten" Chalifa Haftar davor, gegen türkische Interessen in Libyen vorzugehen. Ein solches Vorgehen hätte ernsthafte Folgen und würde die "putschistischen Elemente" für die Türkei zu "legitimen Zielen" machen. Die Präsenz türkischer Truppen im Land wird in der Erklärung weder bestätigt noch dementiert; die Rede ist nur von "türkischen Interessen".

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