Gemeinsame Untersuchung von OSZE, Kiew, Russland und Donezker-Volksrepublik zu tödlichem Bus-Angriff

Quelle: Ruptly
Quelle: Ruptly
Der Artillerieangriff auf einen Reisebus am Dienstag in der Ostukraine bei dem 12 Menschen getötet worden, wird von einer gemeinsamen Kommission, bestehend aus den Konfliktparteien in der Ukraine sowie der OSZE und Russland, untersucht werden. Dies geschieht auf Anfrage der OSZE, die neben der offiziellen ukrainischen noch eine „unabhängige“ Untersuchung einforderte.  

Denis Pushilin, der Vertreter der Donezker-Volksrepublik (DVR) bei den Minsker-Gesprächen, bestätigte gegenüber RT die Teilnahme der DVR an der Untersuchungskommission.

Die Monitoring-Kommission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat bereits am Mittwoch den Unglücksort besucht sowie Zeugen, Sicherheitspersonal und Überlebende befragt.

Nach ersten Inspektionen kam die OSZE-Mission dabei zu dem Schluss, dass das Geschoss, 12 bis 15 Meter vor dem Bus niederging und es sich dabei um eine sogenannte Grad-Rakete handelte. Die OSZE präzisiert in ihrem ersten Bericht zum Vorfall:

„Gegen 14.35 Uhr Ortszeit hat die örtliche Verkehrspolizei gemeldet, dass eine Grad-Rakete zwei Kilometer nördlich von Wolnowacha in der Nähe eines Reisebusses  explodiert war.“
Der Donezker-Staatsanwalt hat ebenfalls eine Untersuchung angeordnet. Er stufte den Vorfall als „terroristischen Akt“ ein und betonte, dass es sich dabei um ein gezieltes Vorgehen handelte, dass „mit einem Grad-System ausgeübt wurde und dabei insgesamt über 40 Granaten verschossen worden.“

Kiew gab sofort nach dem Vorfall den Volksmilizen die Schuld an dem Grad-Angriff auf den Reisebus.

Die Führung der selbsterklärten Donezker-Volksrepublik wies allerdings die Anschuldigung umgehend zurück und verwies unter anderem darauf, dass die nächste Artilleriestellung der DVR 50 Kilometer von dem Unglücksort entfernt liegt, und damit „außerhalb der operationellen Reichweite unserer Artillerie“.

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