Ukraine: EU-Parlament wird Volksrepubliken Donezk und Lugansk als Terrororganisation einstufen

Quelle: Ruptly
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Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat erklärt, dass der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, ihm gegenüber bestätigte hätte, dass das EU-Parlament die sogenannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk als terroristische Organisationen einstufen werde. Gleichzeitig hat der Generalsstab der ukrainischen Streitkräfte verkündet, dass in der aktuellen Lage die Einführung der Wehrpflicht für Frauen nötig sei.

Trotz der in Berlin stattfindenden Friedensgespräche der Außenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine sowie der gemeinsamen Erklärung, dass der Schlüssel zu einem Friedensgipfel in der strikten Einhaltung des Minsker-Abkommens und somit des „stillen Regimes“ (Feuerpause) sei, wurde die ostukrainische Stadt Donezk in der vergangen Nacht erneut von der ukrainischen Armee intensiv beschossen.

Wie die Stadtverwaltung von Donezk mitteilte, wurden dabei 30 zivile Gebäude, darunter viele Wohnhäuser beschädigt sowie teilweise komplett zerstört worden. Ein Sprecher der Donezker Volkswehr erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti:

"Wir haben 82 Verstöße [gegen den Waffenstillstand durch ukrainisches Militär] registriert. Laut den uns vorliegenden Angaben sind fünf Zivilisten getötet und 15 weitere zum Teil schwer verletzt worden."
Wie weiter bekannt gegeben wurde, sollen in der vergangen Nacht auch zwei Volkswehrmitglieder verletzt  und und eieines getötet worden sein.

Währenddessen gab der ukrainische Präsident Petro Poroschenko per Twitter bekannt, dass der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz ihm gegenüber bestätigte hätte, dass das Europäische Parlament die EU auffordern werde, die so genannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk als terroristische Organisationen einzustufen.

Wladimir Talalaj, Generalmajor und erster stellvertretender Leiter der Hauptabteilung für Verteidigungs- und Mobilmachungs-Planung des Generalstabs der Gesamtstreitkräfte der Ukraine, dass angesichts der angespannten Lage nun auch eine Wehrpflicht für Frauen nötig sei.

Bezüglich des Granatenbeschusses eines Reisebusses in der Nähe eines Kontrollpostens der ukrainischen Polizei bei Wolnowacha, erklärte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Kiew auf Anfrage von RT Deutsch, dass ihr bislang noch keine Ergebnisse zu dem Vorfall vorliegen. Nach Behördenangaben wurden bei dem Vorfall mindestens zehn Menschen getötet und dreizehn schwer verletzt.

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