Donezk aus der Sicht eines US-Amerikaners

Quelle: RT
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Inmitten kontroverser Berichte internationaler Medien über die Situation in der Ostukraine, hat sich ein Journalist aus Brooklyn, mit einer Outdoorkamera bewaffnet, in die seit Monaten umkämpfte Stadt Donezk aufgemacht. Er liefert beeindruckende Bilder.

„Mein Hauptziel hier ist es, die russische Armee zu finden, die sich hier aufhalten soll,“ sagte Miguel Francis Santiago. Während seiner Reise durch die vom Krieg gezeichnete Stadt, traf er einige interessante Charaktere für seinen neuen Film. Herr Santiago ist außerdem der Autor von „Die Krim für Laien“ (Original: „Crimea for Dummies“), ein Buch über die jüngste Geschichte der Region.

Donetsk aus der Sicht eines US-Amerikaners: ein Journalist in der Ostukraine

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Frauen stehen bei Santiagos Besuchen in Donetsk oft im Mittelpunkt. Von der verlassenen Babuschka inmitten kriegszerstörter Vorstädte zur Kommandeurin einer Spezialeinheit, die von ihren Mitkämpfern Vasya genannt wird, eigentlich ein Männername. „Sie ist toll und sie ist eine gute Köchin. Es ist egal, dass sie eine Frau ist. Sie hat Kampferfahrung,“ sagt die Gruppe.

 

Auf seiner „Mission“ im Epizentrum des Konflikts zwischen Kiew und den anti-Regierungskräften, trifft der Amerikaner sowohl auf die lokale Miliz – inklusive Vasya – und gewöhnliche Einwohner von Donetsk, die versuchen ihr Leben zu leben und angesichts der furchtbaren Zustände ein wenig Normalität zu wahren. Die Kämpfer der Milizen nennen sich selbst „Slavische Freiheitskämpfer.“

 

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„Natürlich hat jeder zu einem gewissen Grad [Angst]. Man gewöhnt sich nicht daran, jeden Tag Schüsse zu hören. Aber dies ist unsere Arbeit, unser Zuhause. Wir haben keine andere Wahl als hier zu leben und zu arbeiten,“ sagt Sergey Dubnitsky, der Dirigent und Solist des Donbasser Opernhauses, dem Journalisten. Obwohl das Opernhaus als Schutzbunker dient, sind die Proben in vollem Gang. Santiago bekommt einen Vorgeschmack auf eine Darbietung, die auf jeden Fall aufgeführt wird, egal was kommt, ob Krieg oder Frieden.

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Vor dem Hintergrundgeräusch von Schüssen und explodierenden Granaten, sieht der Journalist wie Menschen heiraten und Geburtstage feiern, auch wenn es manchmal im Keller stattfindet. Nachdem er den zerbombten Internationalen Flughafen besucht und sich vor Granaten in Wohngebieten versteckt hatte, muss er beim Anblick eines Neugeborenen und dessen glücklicher Mutter weinen.

 

Klare Bilder aus Donezk

Aber hat Santiago gefunden, wonach er suchte? Die halbstündige Dokumentation „Donetsk: Ein amerikanischer Einblick“ ist auf RT online zu finden. Vorerst nur auf Englisch, aber die Bilder sprechen für sich.

Hier die Vorschau:

Zur ganzen Doku:

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