12 Luftschläge in den letzten 24 h - IS plant Provokationen gegen Russland und deponiert Kriegsgerät vor Moscheen

Quelle: Russisches Verteidigungsministerium
Quelle: Russisches Verteidigungsministerium
Russische Kampfjets haben am Dienstag im Zuge von 20 Einsatzmissionen in Syrien 12 Positionen des „Islamischen Staates“ ausgeschaltet, berichtet das russische Verteidigungsministerium. Es wurden dabei Kommandozentralen und Trainingscamps zerstört. Russland legte zudem Videobeweise vor, dass der IS verstärkt Kriegsgerät in der Nähe von Moscheen deponiert.

„Kampfflugzeuge vom Typ Su-34, Su-24M und Su-25 haben 12 Luftschläge gegen die logistische Infrastruktur, auf Trainingscamps und andere Einrichtungen, die den Terrorgruppen des Islamischen Staates zuzurechnen sind, durchgeführt“, sagte der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Dienstag.

Zwei Kommandozentralen sollen zudem im Osten des Landes, in Deir az-Zour, zerstört worden sein. In der Provinz Idlib griff ein Bomberkommando Trainingscamps an.

Die modernen russischen Su-34 Kampfjets attackierten vermeintliche IS-Stützpunkte auch in der westlichen Provinz Latakia, in der Gmam-Siedlung. Dabei seien „Befestigungsanlagen der Kämpfer komplett zerstört worden“, hieß es von Seiten Konaschenkows, der darüber hinaus berichtete, dass „durch die Detonation von Munition und Treibstoff Brände entstanden“.

Konaschenkow erwähnte auch, dass die Luftschläge angeblich bereits zu „Panik“ unter den Dschihadisten geführt hätten.

Unterdessen schließt das russische Verteidigungsministerium nicht aus, dass der IS einige provokative Akte in Palmyra – erst gestern bombardierte Russland IS-Truppen in dem Gebiet – oder an anderen Orten plane, wie beispielsweise Bombenattacken gegen Moscheen, um anschließend Russland die Schuld zuzuschanzen, so Konaschenkow, und legte dazu auch Video-Indizien vor.

Seit nunmehr genau einer Woche bombardiert die russische Luftwaffe Positionen des selbsternannten „Islamischen Staates“ sowie anderer dschihadistischer Milizen. Dem Schritt geht eine formelle Anfrage des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad voraus, welchem der Westen jedwede politische Legitimität abspricht. Russland hingegen betrachtet al-Assad als einzige nennenswerte politische Autorität im Bürgerkriegsland.

In einer Luftwaffenbasis in der Küstenprovinz Latakia unterhält die Russische Föderation über 50 Kampfflugzeuge und –hubschrauber sowie verschiedenste Luftüberwachungssysteme und Drohnen.

Am Dienstag dieser Woche offerierte Moskau der US-Führung, Gespräche hinsichtlich einer Koordination der Operationen in Syrien wieder aufzunehmen und lud auch NATO-Offiziere nach Moskau ein, um ungewollte Zusammenstöße zwischen den jeweiligen Streitkräften zu vermeiden. Die US-geführt Anti-IS-Koalition startete vor rund einem Jahr in Syrien.

 

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