Sensation: Merkel will Präsident Assad in Friedensgespräche für Syrien einbeziehen

Syrische Flüchtlinge in Ungarn - Archivbild
Syrische Flüchtlinge in Ungarn - Archivbild
Kanzlerin Merkel setzt auf Kommunikation - bei einer Pressekonferenz in Brüssel am späten Mittwochabend sagte sie, dass der syrische Präsident Bashar Al-Assad in Friedensgespräche für Syrien einbezogen werden muss, man wird ihn also (vorerst) als Staatsoberhaupt dulden.

Die Lage in Syrien ist nun als dringend genug eingestuft worden, um zum Äußersten zu gehen. Der Terror des selbst ernannten Islamischen Staats, der vergebliche Versuch seiner Bekämpfung durch die US-geführte Anti-IS-Koalition und die aus beidem resultierende Flüchtlingskrise haben Bundeskanzlerin Merkel endlich den Weg der Diplomatie in Betracht ziehen lassen. Damit ist die harte Linie des Westens immerhin einer Duldung und Akzeptanz des Staatsoberhauptes gewichen.

Der Feind meines Feindes muss nicht mein Freund werden, aber Reden hilft. Besonders mit dem Präsidenten des Landes, auf dessen Boden sich die humanitär und kulturell gefühlt größte Katastrophe des neuen Jahrtausends abspielt.

Die Springerpresse ist wenig angetan, Diplomatie verkauft sich nicht gut, Feindbilder müssen verteidigt werden. Schockiert stellt BILD fest: „Der Ansturm der Flüchtlinge aus Syrien hat Merkel gezeigt, dass ALLES unternommen werden muss, den Bürgerkrieg zu stoppen, notfalls auch Gespräche mit Massenmörder Assad.“

Die USA haben immer wieder Assad für den Ausbruch der Gewalt und den Bürgerkrieg in Syrien verantwortlich gemacht, außerdem wird ihm vorgeworfen, dass er dem Aufstieg des IS geduldet hätte.

Im Gegenzug behauptete der Iran letzten Dezember über Dokumente zu verfügen, die beweisen, „dass diese Gruppierung [Islamischer Staat] eine Kreatur der CIA ist“. Zudem sollen die USA noch nach Gründung ihrer „Anti-IS-Allianz“ Waffen an die islamistische Miliz geliefert haben.

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