Nach 20 Jahren wieder russische Kosmonautin im All

Nach 20 Jahren wieder russische Kosmonautin im All
Die Soyus-Raumkapsel ist erfolgreich an die ISS-Raumstation angedockt. Sechs Stunden nach Start hat die neue Besatzung die Weltraumstation erreicht, darunter die erste russische Kosmonautin seit fast zwei Jahrzehnten.

Eine russische Soyusrakete, an der die Soyus TMA-14M Kapsel befestigt war, hob um 20:25 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur mit dem Team der Expedition 41 ab. Teilnehmer sind der NASA Astronaut Barry Wilmore und die Kosmonauten Alexander Samokutyaev and Elena Serova.

Obwohl die Raumkapsel eine kleine Störung in einem seiner zwei Solarpanelen hatte, manövrierte das Team wie geplant zur Raumstation.

Im März musste das Team der Expedition 39 eine längere Flugbahn zur ISS nehmen, nachdem ein Fehler im Navigationssystem der Kapsel auftrat – ein Lenkmanöver wurde übersprungen.

Soyus Kapseln verbringen normalerweise zwei Tage nach dem Start damit, die Raumstation im Orbit zu verfolgen. Eine schnellere Ankunft an der ISS-Station würde die Menge an Nahrungsmitteln und die Zeit in der engen Raumkapsel für die Astronauten verringern.

Nach der Stilllegung des US-Raumshuttles ist Russland die einzige Nation die in der Lage ist, Menschen in den Weltraum zu transportieren.

Die neue Crew ergänzt die Mannschaft unter Kommandeur Maxim Suraev, dem deutschen Kosmonaten Alexander Gerst der europäischen Weltraumbehörde ESA und NASA Flugingeneur Reid Wiseman. Sie befinden sich seit dem 10. September an Bord.

Elena Serova ist die vierte russische Kosmonautin im Weltall und die erste seit 1997. Die erste Frau im Weltall war Valentina Tereshkova im Jahre 1963, fast 20 Jahre später, 1982, flog Svetlana Savitskaya in die Schwerelosigkeit. Die dritte russische Frau im All war Elena Kondakova, die 1997 mehr als 178 Tage in der Weltraumstation verblieb.

 

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