Asow-Bataillon veröffentlicht neues Werbevideo und Bild-Reporter Julian Röpcke propagiert es

Asow-Bataillon veröffentlicht neues Werbevideo und Bild-Reporter Julian Röpcke propagiert es
Das als rechtsradikal geltende Asow-Bataillon ist mit einem auffallend professionell gemachten Werbevideo an die Öffentlichkeit getreten, in dem, mit martialischer Musik untermalt, das Bataillon seine neusten Errungenschaften präsentiert: Ein Dutzend schwerer Kampfpanzer vom Typ T-64 mit Wolfsangel und Bandera-Fahne aufgehübscht. Bild-Reporter Julian Röpcke propagiert das Video mit den Worten: „Asow wird eine mächtige Einheit innerhalb der ukrainischen Nationalgarde.“

Dass zum Einstieg in das Video eine Wolfsangel eingeblendet wird und erst im Juni dieses Jahres der US-Kongress das ukrainische Asow-Bataillon als „neonazistisch“ bezeichnete und einstimmig dem US-Militär untersagte, Asow finanziell zu unterstützen und auszubilden, findet in Röpckes Hymnen auf das Asow-Bataillon keinerlei Erwähnung.

Auch dass das Asow-Propagandavideo auf Offensive und Angriff ausgerichtet ist, und nicht wie von Röpcke gerne dargestellt, als „Verteidigungselement der Nationalgarde“, führt bei ihm zu keiner kritischen Reflexion "seiner Helden".

Symbolbild - Quelle: http://www.worldjewishcongress.org/

Ebenso ist auffällig, dass er zwar nicht müde wird, regelmäßig über angebliche russische Soldaten in der Ukraine zu berichten, allerdings jegliche Vorfälle oder Menschenrechtsberichte, die Asow oder die ukrainische Regierung in ein schlechtes Licht rücken könnten, anscheinend bewusst ignoriert. Auch der letzte Woche erfolgte Angriff auf ein Pilgerlager für 30.000 orthodoxe jüdische Pilger in der zentralukrainischen Stadt Uman fand keinen Widerhall in Röpckes „Ukraine-Berichterstattung“. Antisemitismus in der prowestlichen Ukraine entspricht auch so gar nicht dem Bild, welches Röpcke versucht aufrecht zu halten.

Was in das Springer-Narrativ passt wird hochgejubelt und was diesem entgegensteht entweder denunziert oder totgeschwiegen. An dieser Leitlinie hat sich seit 63 Jahren nichts geändert und wird so auch von der Röpcke-Generation scheinbar unhinterfragt umgesetzt.