IS weiter auf dem Vormarsch: Eroberung der größten Erdölkomplexe in Syrien und Irak

Der "Islamische Staat" (IS) hat sowohl im Irak wie auch in Syrien die Kontrolle über die wichtigsten Erdölförder-Komplexe in Baidschi und Dschasal erlangt. Die Ölförderrate in Syrien ist seit Ausbruch des Bürgerkrieges im März 2011 dramatisch eingebrochen. Gegen Ende 2014 ist sie von 380.000 auf 9.329 Barrel pro Tag gefallen. Zugleich verübte der IS einen Scharfschützenanschlag auf den irakischen Verteidigungsminister.
IS weiter auf dem Vormarsch: Eroberung der größten Erdölkomplexe in Syrien und Irak

Der Verteidigungsminister des Irak, Khaled al-Obaidi, entging am Montag nur knapp einem Scharfschützenangriff. Der Zwischenfall ereignete sich bei Tal Abu Dschrad in der Nähe von Baidschi, wo irakische Sicherheitskräfte nach wie vor schwere Gefechte gegen die Milizen des selbsternannten „Islamischen Staates“ führen.

Das Ministerium teilte mit, dass einer der Bodyguards des Ministers beim Angriff verletzt wurde. Al-Obaidi selbst blieb unverletzt. Der Militärsprecher, Brigadegeneral Yahya Rasul, informierte, dass „der Minister wohl auf und er sicher sei“. Es konnte bisher nicht geklärt werden, ob der Minister gezielt angegriffen wurde.

Al-Obaidi besuchte im Vorfeld die Front in Baidschi, wo der größte Erdölkomplex des Landes angesiedelt ist. Dem Nachrichtenportal „TRT World“ zufolge habe der IS diese Stadt kürzlich wieder zurückerobert. Irakische Sicherheitskräfte versuchen nun, wieder Geländegewinne zu machen.

Zuletzt eroberte der IS die Stadt im vergangenen Jahr, zwischenzeitlich nahm die irakische Armee die Stadt wieder ein.

Baidschi ist strategisch wichtig zwischen den zwei größten Stadt des Landes, Mosul und Bagdad, positioniert. Die Kontrolle über die Stadt garantiert weitere Vorstöße, sei es gen Süden oder Norden.

Unterdessen rückten die Milizen des „Islamischen Staates“ in Syrien weiter vor. Der Vorsitzende der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), Rami Abdel Rahman, sagte am Montag gegenüber AFP:

„Der IS hat Teile des Dschasal-Ölfeldes von der Regierung erobert. Das führte zum Produktionsstopp in den Anlagen.“

Das Dschasal-Ölfeld befindet sich in der zentralen Provinz Homs. Zahlreiche Arbeiter sollen dem „World Bulletin“ zufolge aus dem Industriekomplex geflohen sein.

Die Beobachtungsstelle fügte hinzu, dass der IS auch die anbeiliegende Stadt Dschasal eingenommen habe. In einer Erklärung verkündete der „Islamische Staat“ in den sozialen Medien, dass er sie „befreit“ habe.

Abdel Rahman teilte mit, dass bisher in Dschasal täglich rund 2.500 Barrel Erdöl produziert wurden, was die Anlagen zu den größten des Landes machte.

Die Ölförderrate in Syrien ist seit Ausbruch des Bürgerkrieges im März 2011 dramatisch eingebrochen. Gegen Ende 2014 ist sie von 380.000 auf 9.329 Barrel pro Tag zusammengeschrumpft.

Die produktivsten Ölfelder des Landes sind schon seit längerem unter der Kontrolle des „Islamischen Staates“. Sie liegen vornehmlich in der Provinz Deir Ezzor.

In der nordöstlichen Provinz Hasakh kontrollieren kurdische Milizen das bedeutende Ölfeld Rmeilan.

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