Internationale Kinderrechts-Organisation: Mehr als 1.000 palästinensische Kinder dauerhaft behindert als Folge des letzten Gaza-Krieges

Besonders Kinder waren und sind Opfer des letzten Gaza-Krieges. Bildquelle: RT
Besonders Kinder waren und sind Opfer des letzten Gaza-Krieges. Bildquelle: RT
Im Gaza-Streifen werden mehr als 1.000 Kinder dauerhafte Behinderungen als Folge des Krieges davontragen, den Israel im vergangenen Jahr gegen Gaza führte. Dies gab die Kinderrechts-Organisation Defence for Children International (DCI) nun bekannt.

51 Tage lang bombardierte Israel von Anfang Juli bis Ende August 2014 den dicht bevölkerten Gaza-Streifen mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern. "Operation Protective Edge" nannte Israel die Angriffe, bei denen nach Angaben der Organisation 2.147 Palästinenser ihr Leben verloren. Die meisten der Opfer waren Zivilisten, etwa ein Viertel Kinder. Neben den Toten, tragen rund 11.000 Palästinenser dauerhafte Verletzungen und Behinderungen als Folge der Angriffe davon, darunter auch mehr als 1.000 Kinder.

Auch gibt die Organisation Defence for Children International (DCI), die sich für die Rechte von Kindern stark macht, an, dass tausende Palästinenser auch ein Jahr nach dem Krieg noch immer unter schweren traumatischen Belastungen leiden.

Soll, wenn es nach vielen Britten geht, sich wegen Kriegsverbrechen verantworten: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bild-Quelle: Ruptly

Währenddessen sorgt in Großbritannien eine Petition für Aufsehen, die fordert, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Kriegsverbrechen während "Operation Protective Edge" zur Rechenschaft gezogen werden soll. Anlass ist ein Besuch Netanjahus auf der Insel im kommenden September. Bereits über 85.000 Unterzeichner unterstützen die offizielle e-Petition an das britische Parlament, die die Festnahme und Inhaftierung Netanjahus fordert.

Auch Amnesty International sammelt unterdessen Belege

dafür, dass es sich bei den Einsätzen im vergangenen Jahr eindeutig um Kriegsverbrechen handelte. Die Organisation spricht von 1.492 toten Zivilisten, darunter 547 Kinder. Ebenso wurden 40.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

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