Diesmal in Berlin: Einen Tag nach dem Brandanschlag in Nauen brennt es schon wieder bei Flüchtlingen

Quelle: Ruptly
Quelle: Ruptly
Auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin-Reinickendorf brannte heute eine Sporthalle aus bisher ungeklärten Gründen. In unmittelbarer Nähe, auch auf dem Gelände, gibt es vier Flüchtlingsunterkünfte, in denen derzeit bis zu 900 Asylsuchende leben. Berichten zu Folge war in der Halle für morgen ein Fest für Flüchtlinge geplant. Laut der Feuerwehr war auf dem Dach der Turnhalle asbesthaltiger Baustoff verarbeitet wurden, weshalb Anwohner aufgerufen wurden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Seit den letzten Monaten, im Zuge der zunehmenden Flüchtlingsströme nach Deutschland und etlichen Attacken auf sie und ihre Unterkünfte, wird klar, dass Deutschland wieder ein nicht zu ignorierendes Problem mit Rechtsradikalismus hat. Der Brand geschieht nur einen Tag, nachdem in Nauen eine Sporthalle, die als Flüchtlingsunterkunft dienen sollte, wie mittlerweile die Ermittlungen ergeben haben, vorsätzlich angezündet und so zerstört wurde. Und auch nur einen Tag nach einer Bombendrohung in der SPD-Zentrale, die durch vermutlich rechtsextreme Asylfeinde eingegangen war sowie hunderter Hassschreiben gegen Flüchtlinge und die SPD. Erst heute hatte Bundeskanzlerin Merkel in Heidenau ein Flüchtlingsheim besucht, um ein Zeichen gegen rechts zu setzen. Rechtsextreme hatten am letzten Wochenende gewaltsam versucht zu verhindern, dass Flüchtlinge in die Unterkunft einziehen und verletzten dadurch 30 Menschen. Auch Bundespräsident Joachim Gauck besuchte heute ein Flüchtlingsheim in Berlin und sprach sich ebenfalls ganz klar gegen den rechten Terror aus und dankte allen, die diesem entgegenwirken.

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