USA: Protest und Sitzblockade vor dem Haus von US- Außenminister John Kerry

Quelle: Ruptly
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Rund 50 Studenten aus Wisconsin und ihre Unterstützer sind gestern zum Haus von US-Außenminister John Kerry in Washington DC marschiert, um ihn dazu zu drängen, einen Arbeitsstopp für die Alberta Clipper Teersand-Pipeline auszurufen. Rund 20 Aktivisten ketteten sich vor Kerrys Haus an. Geheimdienst-Agenten, Polizei und Notfallteams trafen schnell ein und sperrten die Gegend ab. Vier Stunden lang hielten die Demonstranten einen Sitzstreik ab. Die Polizei nahm mehrere Demonstranten fest. Die Förderung von Öl über Teersand steht sehr in der Kritik, da sie mit erheblichen Nachteilen für die Umwelt verbunden ist. Diese Art der Ölförderung verursacht dreimal mehr Treibhausgasemissionen und das gewonnene Öl enthält 11-mal mehr Nickel und Schwefel, sechsmal mehr Stickstoff und fünfmal mehr Blei als konventionelles Öl, welche in Luft und Wasser gelangen, wenn das Rohöl in Raffinerien zu Treibstoffen verarbeitet wird. Außerdem zerstört diese Art der Ölgewinnung nachhaltig die Natur, in der sie betrieben wird. Der durch die Alberta Clipper Teersand-Pipeline gewonnene Ölsand liegt direkt unter Kanadas Regenwald, einem der größten (noch) intakten Ökosysteme der Erde.

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