Lebensmittelembargo – Russland weitet Importstopp auf fünf weitere Staaten aus

Quelle: Vladimir Astapkovich / RIA
Quelle: Vladimir Astapkovich / RIA
Moskau hat das vor einem Jahr verhängte Lebensmittelembargo auf Albanien, Montenegro, Island, Lichtenstein und die Ukraine ausgeweitet, nachdem diese Länder sich kürzlich auf Druck der EU dem Sanktionsregime gegen Russland angeschlossen hatten.

Der russische Premierminister Dimitri Medwedew fügte mit Blick auf das ukrainische Nachbarland hinzu, dass der Importstopp von Lebensmitteln die Ukraine nur treffen werde, wenn es den Vertrag zur engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Europäischen Union unterzeichnet.

„Von nun an wurde die Liste - die bereits die EU, Australien, Kanada, Norwegen und die USA umfasst, sowie den Staaten die Lieferung bestimmter landwirtschaftlicher Erzeugnisse seit August letzten Jahres untersagt – um Albanien, Montenegro, Island und Liechtenstein erweitert. Besonderen Bedingungen unterliegt die Ukraine ", sagte Medwedew und erklärte, dass eben diese Länder erst kürzlich das erweiterte Sanktionsregime der EU gegen Russland unterstützt hätten:

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„Diese Länder erklären ihre Entscheidung, anti-russische Sanktionen zu verhängen, durch die Tatsache, dass sie verpflichtet seien, Abkommen mit der EU Folge zu leisten, aber diese Position ist nur teilweise richtig. Eine Reihe von Staaten haben ähnliche Abkommen mit der EU und erheben keine Sanktionen gegen Russland.  Das war eine bewusste Entscheidung, die eine Antwort von unserer Seite zur Folge hatte.“

Vergangene Woche begann Russland unter Aufsicht der Lebensmittelaufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor die massenhafte Zerstörung von illegalen Lebensmittelimporten aus dem Westen. Seit dem, so die Lebensmittelaufsichtsbehörde, sei bereits das Volumen von illegal importiertem Obst und Gemüse deutlich gesunken.