„Marktplatz mit Blut überflutet“ - Dutzende Tote bei IS-Terroranschlag in Bagdad

Quelle: Ruptly
Quelle: Ruptly
Der „Islamische Staat“ hat mittels eines mit Bomben beladenen LKWs am Donnerstagmorgen in der irakischen Hauptstadt Bagdad dutzende Zivilisten getötet. Ersten Berichten zufolge wurden mindestens 54 Menschen getötet und mehr als 80 verwundet. Die schwere Explosion erschütterte das mehrheitlich schiitische Viertel Sadr-City.

Während die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) unter Berufung auf irakische Beamte von 54 Toten und 86 Verletzten spricht, hat Reuters veröffentlicht, dass es beim Bombenanschlag im bürgerkriegsgeschüttelten Land zu 60 Toten und 200 Verletzten gekommen sei.

Die Explosion fand auf dem sehr belebten Dschamila-Marktplatz statt, berichteten zwei Polizisten gegenüber AP.

Muhsin al-Saidi, Polizist in Bagdad, teilte Reuters mit:

„Ein Kühl-LKW, vollgeladen mit Sprengstoff, explodierte im Zentrum des Dschamila-Marktes um etwa sechs Uhr [3:00 GMT]. Viele Menschen wurden getötet und Körperteile flogen auf in der Nähe gelegene Gebäude.“
Ein lokaler Augenzeuge fügte, noch unter Schock stehend, im Gespräch mit Reuters hinzu, dass er zwischen den Obst- und Gemüse-Aufreihungen zahlreiche menschliche Überreste entdeckt hätte, der Marktplatz sei "mit Blut überflutet" gewesen.

Wenige Stunden nach dem Anschlag hat sich der selbsternannte „Islamische Staat“ in einer Videobotschaft zu diesem bekannt. Die Organisation hatte bereits andernorts ähnliche Anschläge auf schiitische Viertel durchgeführt.

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Nach wie vor befindet sich die Sunnitenmiliz im Irak, anders als in Syrien, in einer starken Handlungsposition. Der IS herrscht dort über große Gebiete des Landes, darunter die Metropolen Mosul, Ramadi und Falludscha, allesamt sunnitische Hochburgen. Jüngsten Berichten zufolge sei der IS auch in Baidschi wieder auf dem Vormarsch. In der Stadt befindet sich der größte Erdölkomplex des Iraks.

 

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