Mossad-Leak zur Ukraine: Rechter Sektor plant Ermordung von Poroschenko und Absetzung von Jarosch

Quelle:  Petr Shelomovskiy
Quelle: Petr Shelomovskiy
Laut einer Meldung der israelischen Tageszeitung Haaretz, die sich dabei auf eine Mossad-Quelle beruft, plant eine Abspaltung des Rechten Sektors die physische Eliminierung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sowie des Anführers des Rechten Sektors, Dmitri Jarosch. Hintergrund sind die Ereignisse in Mukatschewe sowie "die Anbiederung" Jaroschs an die "Volksverräter" in Kiew. Ungarn hat sich derweil besorgt an den NATO-Generalsekretär gewandt, da Jarosch-abtrünnige Einheiten des Rechten Sektors derzeit versuchen, in den Nachbarländern Unterschlupf zu finden.

Am 30. Juli 2015 veröffentlichte die älteste und renommierteste israelische Zeitung Haaretz den Artikel unter dem Titel „Mossad leak: Ukrainische Radikale sind dabei Poroschenko und Jarosch abzusetzen - Nationalisten des Rechten Sektors planen Ermordung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko".

Nach einer Stunde wurde der Artikel mit der Begründung entfernt, dieser hätten "gegen die redaktionellen Leitlinie" verstoßen. Allerdings hatte der Blog CyberGuerrilla zuvor den Artikel via Screenshots gesichert:

 Quelle: Cyberguerilla
Quelle: Cyberguerilla

Die enge Zusammenarbeit zwischen Poroschenko und Jarosch, die dem Anführer des Rechten Sektors unter anderem die Ernennung  zum Berater der Armee-Führung einbrachte, hat Kommandeure und Anhänger des Rechten Sektors so verärgert, dass sich ein Teil von ihnen in Form der neugegründeten nationalistischen Bewegung "UNA-UNSO" im April 2015 vom Rechten Sektor abspaltete. Genau diese Gruppe soll laut dem Mossad-Leak nach den Ereignissen in Mukatschewe die Planung "zur Eliminierung der größten nationalen Verräter", allen voran Poroschenko und Jarosch.

Darüber hinaus soll die physischen Liquidierung des ukrainischen Staatsoberhauptes dazu dienen, Jarosch zu kompromittieren und es sei geplant, ihm diese Tat in die Schuhe zu schieben. Für die Koordination der Kommando-Operation soll Konstantin Winnitskij, einer der Anführer der UNA-UNSO, bevollmächtigt worden sein. Ausgeführt werden soll der Plan von Kämpfern der fünften Bataillons des Rechten Sektors.

Aktuell soll in diesem Zusammenhang auch versucht werden, Jarosch-abtrünnigen Einheiten des Rechten Sektors in angrenzende Länder wie Ungarn, Rumänien und in der Slowakei in geheimen Camps zu verteilen. Sziilvesteszter E. Vizi, Vorsitzende des Ungarischen Atlantikrates, hat sich angesichts dieser Entwicklung mit "großer Besorgnis" an den Assistenten des Generalsekretärs der NATO, Sorin Ducaru, gewandt.

Ungarn, Rumänien und die Slowakei sollen in diesem Zusammenhang bereits ihre Grenzkontrollen umfassend verstärkt haben.