"Plünderungen und Unruhen", die es nicht gab - CNN gesteht Falschmeldung über Venezuela ein

Während die CNN-Reporterin Hernández berichtet, erscheint der Text: "Versuchte Plünderungen in Maracay"
QUELLE: TELESURTV.NET
Während die CNN-Reporterin Hernández berichtet, erscheint der Text: "Versuchte Plünderungen in Maracay" QUELLE: TELESURTV.NET
Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN hat Fehler bei der Berichterstattung über Venezuela eingeräumt. Vergangene Woche hatte der internationale Kanal in seiner spanischen Ausgabe über versuchte Plünderungen und Polizeieinsätze in der Stadt Maracay berichtet. Doch die von CNN herbeigeschriebenen „Unruhen“ waren frei erfunden. 

In einem Kommuniqué heißt es nun, man habe "einen falschen Text" auf dem Bildschirm verbreitet, während die Mitarbeiterin Osmary Hernández über Versorgungsmängel in Maracay und Valencia berichtet habe. "CNN hat keine Information, dass sich am Donnerstag in einem Geschäft in Venezuela eine Plünderung ereignet hat.

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Es war ein Fehler, den wir anerkennen müssen". Der Sender gestehe aufgrund "seiner Verpflichtung zur Integrität und Wahrheit" immer seine Fehler ein, so der Text weiter.

Die venezolanische Regierung protestierte indes scharf gegen die CNN-Berichterstattung. Einmal mehr lüge der Sender über Venezuela und rechtfertige mit der Ausrede von "menschlichem Versagen" und "Irrtum" seine redaktionelle Linie, die darauf abziele, den Frieden des venezolanischen Volkes anzugreifen. Was CNN als "Fehler" bezeichne, sei Teil einer Kampagne, die sich audiovisueller Mittel bediene, um Gewalt zu schüren.

Auch im September 2014 habe CNN sich "geirrt", als der Sender mit gefälschten Fotos über angeblich durch den Ebola-Virus verursachte Todesfälle in einer Klinik in Maracay im Bundesstat Aragua berichtete. Damit habe er versucht, Panik in der Bevölkerung zu verbreiten. Dies komme einem psychologischen Krieg gleich, so das Informationsministerium.

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In der Stellungnahme vom Freitag wird auch auf die Art der Berichterstattung während der zum Teil gewalttätigen Proteste von Regierungsgegnern Anfang des Jahres 2014 Bezug genommen. CNN habe "Stunden über Stunden" seiner Sendezeit eingesetzt, um von Venezuela das Bild eines "brennenden Landes" zu zeichnen, das von einem Konflikt beherrscht und unregierbar sei. CNN habe so "die Gewalt einiger Minderheiten verherrlicht – zu Lasten der großen Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung im Land". Das Ministerium werde alle nationalen und internationalen Mittel und Maßnahmen ergreifen, um die Respektierung der Gesetze und der Bevölkerung Venezuelas sicherzustellen, heißt es vom Ministerium abschließend.

Dieser Artikel ist zuerst auf amerika21.de erschienen. Er wird im Rahmen einer Content-Partnerschaft auf rtdeutsch.com publiziert.