RT exklusiv: IS-Kämpfer und ex-Banker kündigt Anschläge in Großbritannien an

IS-Terrorist kündigt gegenüber RT UK Anschläge in Großbritannien an
IS-Terrorist kündigt gegenüber RT UK Anschläge in Großbritannien an
Dem britischen Dienst von Russia Today ist es gelungen, über einen Monat lang über eine verschlüsselte Verbindung Kontakt zu einem britischen Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS; ehem. ISIS) zu halten und diesen über seine Ziele und Motive im „Djihad“ zu befragen. Es handelt sich bei „A’ntaar“, so der Name des Terroristen, um einen Briten, der vor seiner Wandlung zum „Gotteskrieger“ als Business Analyst und Banker in der Londoner City gearbeitet hatte.

„Ich bereite mich lächelnd auf meinen Tod vor“, so der IS-Kämpfer gegenüber RT. Bis zu 1.000 Freiwillige aus Großbritannien sollen sich bereits dem IS angeschlossen haben, darunter auch der berüchtigte „Jihadi John“, der an den Enthauptungen der vom IS verschleppten Journalisten James Foley und Steven Sotloff beteiligt gewesen sein soll.

Er hasse die Demokratie und die Selbstgefälligkeit der Reichen, Ungleichheit sei ihm ein Gräuel und ebenso die Konzerne, die mit ihrer Tyrannei die Welt zerstören würden, äußerte sich IS-Militante gegenüber dem Sender zu seinen Motiven, sich dem IS anzuschließen. Friedlicher Protest sei sinnlos, sagte „A´ntaar“ weiter. Palästina sei nie befreit worden in 1970er Jahren, in denen Menschen Plakate hochgehalten hätten. „IS zeigt uns auf, wie wir von Beginn an hätten agieren sollen“, so der Terrorist.

„A´ntaar“ betonte, er sei ein „lebender Sprengsatz“, sowohl Soldat als auch Selbstmordattentäter, und er könnte jederzeit zuschlagen, wenn seine Führer es für richtig hielten. Der Extremist gab zudem einen Einblick in die Abläufe der Miliz. So würden beispielsweise gebildete Leute nicht als Selbstmordattentäter eingesetzt, sondern Führungsaufgaben übernehmen und die staatliche Autorität in den Gebieten unterstützen, die bereits jetzt vom IS beherrscht würden. Auch im „einzigen Staat, in dem die Scharia uneingeschränkt gilt“, wie der Terrorist die IS-kontrollierten Gebiete nennt, sind offenbar einige gleicher als andere.

Aber auch „A´ntaar“ ist nach eigenen Aussagen bereit, im Falle des Marschbefehls nach Großbritannien zurückzukehren – um dort „Schaden anzurichten“.