US-Atombombentest als Vorspiel für NATO-Einsatz in Europa - Russland spricht von „offener Provokation“

US-Atombombentest als Vorspiel für NATO-Einsatz in Europa - Russland spricht von „offener Provokation“
US-Atombombentest als Vorspiel für NATO-Einsatz in Europa - Russland spricht von „offener Provokation“
Der jüngste Test der US-amerikanischen B61-12 Atombombe unterstreicht nochmals, dass die US-Regierung in Washington plane, Nuklearwaffen, die Russland erreichen können, in Europa zu erhalten, teilte der stellvertretende russische Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Montag mit.

Antonow kritisierte, dass die US-Nuklearbombentests „unverantwortlich“ und „offen provokativ“ waren. Der Bombentest wurde am 1. Juli durchgeführt.

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„Es stellt sich heraus, dass unter dem Vorwand erfundener russischer Bedrohung die Vereinigten Staaten und NATO-Mitgliedsstaaten nicht nur ihr konventionelles Militärpotenzial und –aktivitäten erhöhen, sondern auch ihr Nuklearpotenzial“, sagte er.

Nach Antonow könne das russische Verteidigungsministerium die Möglichkeit nicht ausschließen, dass die US-Amerikaner die Atombomben für einen möglichen NATO-Einsatz in Europa testeten. Wörtlich:

„Das Besondere an den durchgeführten Tests war die Tatsache, dass F-15E Jagdbomber-Jets mit der Atomwaffe bestückt wurden. Dies gibt Anlass zu der Annahme, dass der Test dazu diente, um die Verwendung der B61-12 Atombombe von NATO-Jagdbomber in Europa zu üben.“
Er fügte hinzu:
„Die eingesetzte Atombombe hat eine Doppelfunktion. Wenn schwere Bomberflugzeuge damit bestückt werden, dann erfüllt sie die Funktion einer strategischen Angriffswaffe. Wenn taktische Kampfflugzeuge damit bestückt werden, dann nimmt die Bombe die Funktion einer nicht-strategischen Nuklearwaffe ein.“
Die Atombombentests seien Beweis für Amerikas „anhaltenden Unwillen“, europäische NATO-Staaten von Nuklearwaffen fernzuhalten. Das stehe im direkten Widerspruch mit dem Atomwaffen-Nichtverbreitungsvertrag (NVV), betonte der russische Offizielle.

Die US-Luftwaffe und die nationale Kernenergiebehörde testeten eine neue Version der B61-12 Atombombe in Nevada. Die Bombe trug keinen nuklearen Sprengkopf. Die Atombomben diesen Typs befindet sich seit den 1960er Jahren im Waffenarsenal der US Air Force.

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