Agenda des BRICS-Gipfels in Russland: Gründung von Entwicklungsbank, gemeinsamer Währungspool und Ölpreis

Agenda des BRICS-Gipfels in Russland: Gründung von Entwicklungsbank, gemeinsamer Währungspool und Ölpreis
Die griechische Schuldenkrise, die zu erwartende Aufhebung der Sanktionen gegen Iran und die Volatilität des Ölpreises sowie des Aktienmarktes dominieren die Agenda auf dem laufenden BRICS-Gipfel in Russland.

Während der zweitägigen Veranstaltung in Ufa, der Provinzhauptstadt der russischen Teilrepublik Baschkortostan, treffen die Staatsoberhäupter der wichtigsten aufstrebenden Schwellenländer, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, zusammen, um über eine engere industrielle, technologische und finanzielle Integration ihrer Märkte zu diskutieren.

Besonderes Augenmerk soll der Gründung einer eigenen BRICS-Entwicklungsbank gelten. Um gemeinsame Projekte zu finanzieren, wie etwa Vorschläge des russischen Mineralölunternehmens Rosneft, wollen die Schwellenländer einen Pool für Währungsreserven in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar einrichten.

Der Gipfel findet vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Schuldenkrise Griechenlands, eines sich abzeichnenden Börsencrashs in China und der zu erwartendem Aufhebung westlicher Sanktionen gegen den Iran statt. Zudem stürzte erst jüngst wieder der weltweite Ölpreis in den Keller.

Quelle: RT

Auch Staatsvertreter aus dem Iran, Weißrussland, Afghanistan, Pakistan und weiteren Nicht-BRICS-Staaten kündigten sich als Teilnehmer an der Konferenz in Russland an.

So soll ein Treffen zwischen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem Amtskollegen aus dem Iran, Hassan Ruhani, zu einem der diplomatischen Höhepunkte des zweitägigen Gipfels gehören.

Mit dem denkbaren Wegfall internationaler Sanktionen gegen Teheran – ein Szenario, das angesichts der stockenden Verhandlungen mit der 5+1 Gruppe im Schweizer Lausanne jedoch noch nicht gesichert ist - glauben zahlreiche Experten, dass eine Rückkehr Irans an die Rohstoffmärkte dazu führen könnte, dass der globale Ölpreis weiter fällt. Bisher jedenfalls sollten sie diesbezüglich Recht haben: Die Preise auf dem internationalen Rohölmarkt, also einem Markt, auf dem Iran mittlerweile umfassend aktiv sein darf, ist in den letzten Tagen um mehr als zehn Prozent eingebrochen.

 

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