ESA-Satellit Sentinel-2A erfolgreich gestartet - Vollscan der Erde in 10 Tagen

Vega-Rakete beim Start - Quelle: Ruptly
Vega-Rakete beim Start - Quelle: Ruptly
In Französisch-Guayana ist heute Morgen der zweite ESA-Satellit der Sentinel-Reihe erfolgreich gestartet und hat sich planmäßig im All positioniert. Die Wissenschaft jubelt - Überwachungsgegner sind skeptisch.

Sentinel-2A ist Teil einer Serie von zehn Erdbeobachtungssatelliten aus dem Copernicus-Programm der Europäischen Kommission, die die nächsten sechs Jahre die Erde umkreisen sollen.

Die Kamera des Satelliten filmt die Erde Streifen für Streifen, jeweils 290 Kilometer breit und fast von Pol zu Pol lang. In zehn Tagen scannt sie so die einmal die kompletten Landflächen samt Binnengewässern ab. Sie verfügt über eine weltweit einmalige hohe Auflösung und viele Spektralfarben. Auch im Infrarot-Bereich werden Aufnahmen gemacht.

So können unter anderem Bilder über den Zustand und das Wachstum der Vegetation gemacht werden - Wälder, Wüsten und Felder. Gezielte Hilfe bei Ernteproblemen oder Katastrophen sollen dadurch ermöglicht werden. Im Sinne des Umweltschutzes sollen das Klima analysiert und das Wachstum von Städten beobachtet werden.

Die Daten sollen für alle Menschen frei zugänglich sein und sind vor allem für Unternehmen, Landwirtschaft oder die Wissenschaft interessant.

Aber auch Grenzen lassen sich damit bestens überwachen - zu Land und in Gewässern. Deshalb hagelt es auch Kritik, weil die Sentinel-Satelliten beispielsweise zur Kontrolle der europäischen Außengrenzen eingesetzt werden könnten.

Zum kompletten Countdown mit vielen weiteren Graphiken und Informationen auf Englisch

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