"Härtere Position gegen Russland beziehen“ - USA belehren Papst wie er mit Putin umzugehen habe

Quelle: RIA
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Wie jetzt bekannt wurde, hat nur wenige Stunden vor dem Treffen zwischen Papst Franziskus und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin der US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Kenneth Hackett, interveniert und den Papst aufgefordert, eine härtere Position gegenüber Putin einzunehmen und „mehr bezüglich territorialer Integrität zu sagen“. Der Kremlsprecher verurteilte die Aussage als „empörenden Eingriff in die Souveränität anderer Staaten“.

"Wir sind der Meinung, dass er [der Papst] eine tiefere Besorgnis über die territoriale Integrität zeigen könnte. Vielleicht ist dies eine Möglichkeit für den Heiligen Vater im privaten Gespräch auf diese Bedenken zu verweisen. Vater Franziskus ist sicherlich auf die Gewalttätigkeiten in der Ukraine aufmerksam gemacht worden."

Papst Franziskus verurteilt „ungerechte Sanktionen“ gegen Russland
Diese Worte richtete US-Botschafter Hackett an den Papst, kurz vor dessen Audienz mit dem russischen Präsidenten.

Der Versuch Washingtons, sich in die Gespräche und Außenpolitik zweier souveräner Staaten einzumischen und diese zu beeinflussen, wurde von Kremlsprecher Dimitri Peskow scharf verurteilt:

"Dies ist ein unverhohlener Versuch, die Souveränität einer anderen Nation einzuschränken. Diese Position wird von Präsident Putin stets kategorisch abgelehnt. Dieses Vorgehen ist aus unserer Sicht in den internationalen Beziehungen absolut unzulässig. Den Papst in diesen Belangen zu belehren, ist sicherlich ein neuer Schritt in der internationalen Diplomatie."

Trotz der versuchten Zurechtweisung und Einflussnahme durch die USA, bewahrte sich der amtierende Papst eine neutrale Haltung während der einstündigen Privataudienz. Er forderte mehr humanitäre Hilfe und eine friedliche Lösung auf der Basis von Minsk II.

In einer Pressemitteilung ließ der Vatikan verlauten:

"Beide Seiten stimmten über die Wichtigkeit überein, wieder ein Klima des Dialoges zu etablieren, und dass alle Parteien sich zur Implementierung der Vereinbarungen von Minsk bekennen. Ebenso essentiell ist das Engagement hinsichtlich der Lösung der humanitäre Situation und die Mitwirkung aller Konfliktparteien zur Entspannung in der Region."