Ukrainischer Präsident Poroschenko verpflichtet neues Propaganda-Dream Team mit John McCain und Elmar Brok

Elmar Brok: Lobbyist und EP-Abgeordneter
Elmar Brok: Lobbyist und EP-Abgeordneter
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko konnte neue Berater gewinnen. Neben dem nimmer kriegsmüden US-Senator John McCain, dem ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili und Schwedens früherem Regierungschef Carl Bildt reiht sich auch der deutsche EU-Parlamentarier Elmar Brok (CDU) in die illustre Runde. Brok gilt als Lobbyist der Bertelsmann-Mediengruppe und wird den ukrainischen Präsidenten sicher mit allerlei Medienkampagnen unterstützen können.

Da kommt zusammen, was zusammen passt: Der US-Senator John McCain, der immer wieder durch eine sehr einseitige Sicht auf den Ukraine-Konfikt und eine offensichtlich starke Abneigung gegen Russland auffällt, ist künftig direkter Berater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. John McCain fiel auch sehr negativ und kriegshetzerisch auf, als die USA vor rund zwei Jahren den Druck auf Baschar al-Assad erhöhten und drauf und dran waren, Syrien zu bombadieren. John McCain wurden schließlich in einer Stadtversammlung von einer syrisch-stämmigen US-Amerikanerin die Leviten gelesen, die Aufzeichnung dieser Auseinandersetzung verbreitete sich viral im Internet:

Quelle: Ruptly

Nachdem McCain damit scheiterte, die USA in Syrien in ein größeres Gemetzel zu verwickeln, wurde er schließlich immer stärker in Sachen Ukraine-Konflikt aktiv. Der nun offizielle Beratervertrag mit der neuen ukrainischen Regierung ist ein neuer Höhepunkt dieses Engagements.

Unterstützt wird McCain dabei unter anderem von dem EU-Parlamentarier Elmar Brok (CDU). Brok war vor seiner Zeit in Brüssel lange Jahre offizieller Bertelsmann-Lobbyist. Kritiker, Journalisten und Verfassungsrechtler werfen dem umtriebigen Westfalen vor, diese Tätigkeit nie beendet zu haben und sein öffentliches Amt weiter für die Durchsetzung von Bertelsmann-Interessen zu missbrauchen.

Doch Lobbyismus ist keine Einbahnstraße. Für seine Dienste an der Mediengruppe kann Brok dort seinerseits auf Unterstützung zählen. So wird es nicht wundern, wenn auf Bertelsmann-Sendern wie RTL und n-tv künftig noch einseitiger die Sicht der neuen ukrainischen Regierung vertreten wird.

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