América Latina presente! Castro und Maduro in Moskau - Treffen mit Putin

Quelle: Alexei Nikolsky
Quelle: Alexei Nikolsky
Der kubanische Präsident Raúl Castro und der Präsident Venezuelas Nicólas Maduro sind für die Feierlichkeiten im Rahmen des Tag des Sieges in Moskau eingetroffen. Castro traf sich am Donnerstag bereits mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf ein Privatgespräch. Themen umfassten unter anderem die wirtschaftliche und militärische Kooperation.

Castro, der nach einem dreitägigen Staatsbesuch in Algerien bereits am Mittwoch in Moskau gelandet war, traf sich zunächst mit Russlands Ministerpräsidenten Dimitri Medewew. Sie würdigten den exzellenten Stand der Beziehungen beider Länder. Themenschwerpunkte lagen auf gemeinsamen Projekten in den Bereichen Energie, Transport, Gesundheit, Biotechnologie und Pharmazeutik.

Russland und Kuba verstärken wirtschaftliche Zusammenarbeit

Kubas Präsident bedankte sich bei dem anschließenden Treffen mit Putin für die Einladung zu den Feierlichkeiten am 9. Mai und betonte, „ich würde mir es nicht verzeihen, wenn ich dieses große Fest in Russland anlässlich des großartigen Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland versäumen würde."

Darüber hinaus betonte er:

 „Das kubanische Volk stand immer treu hinter den Kämpfen für die Freiheit und Souveränität der Völker.“
Der venezolanische Präsident Maduro erklärte nach seiner Ankunft am heutigen Freitag:

Brief an das Volk der USA: Venezuela ist keine Bedrohung
„Wir sind im Namen des großen bolivarischen  Vaterlandes gekommen, um unsere historische Anerkennung zu bezeugen. Hätte Russland [die Sowjetunion] nicht gegen Nazi-Deutschland gesiegt, die Geschichte wäre grundsätzlich anders verlaufen.“
Weiter führte er aus:
„Wenn uns die Geschichte vor 70 Jahren, wenn uns die aktuellen Ereignisse etwas lehren, etwas, was der russische Präsident in vorbildlicher Weise getan hat, dann ist es die Notwendigkeit, mit unserem ganzen Mut, unseren Prinzipien und Werten unsere Länder und unser Existenzrecht zu verteidigen, uns zu entwickeln und eine Welt aufzubauen, ohne Imperien, ohne Hegemonien, eine Welt der Gleichen.“
 

Vor ihrer Auflösung war die Sowjetunion engster Verbündeter und wichtigster Handelspartner Kubas. Unter Präsident Boris Jelzin waren die Beziehungen jedoch merklich abgekühlt, seit einigen Jahren engagiert sich Russland aber wieder verstärkt in Lateinamerika, vor allem auch in Kuba. Das Handelsvolumen erreichte im Jahr 2014 über 160 Millionen US-Dollar. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Putin die Karibikinsel besucht. Für Raúl Castro ist es bereits der dritte Staatsbesuch in Russland seit er zum Präsidenten Kubas gewählt wurde.

Wie das Nachrichtenportal Amerika21 berichtet, weilt zeitgleich zum Besuch Castros in Moskau der Präsident der Duma, des russischen Parlaments, Serguei Naryshkin, zu einem mehrtägigen Besuch in Kuba. Dabei traf er unter anderem mit seinem kubanischen Amtskollegen, Esteban Lazo Hernández, Präsident der Nationalversammlung zusammen und informierte sich über den Stand der kubanischen Wirtschaftsreformen, die von der Regierung in Havanna als "Aktualisierung des ökonomischen Modells" bezeichnet werden. Lazo regte an, die Übereinkunft zur interparlamentarischen Zusammenarbeit vom Dezember 2010 zu erneuern. Darüber hinaus wurde in Havanna ein Akademikertreffen russischer und kubanischer Historiker zur Zusammenarbeit Lateinamerikas mit der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges eröffnet.

comments powered by HyperComments