Ukraine: Finanzinspektor entlassen - Sein Vergehen? Korruptionsvorwurf gegen Premier Jazenjuk

Ukraine: Finanzinspektor entlassen – Sein Vergehen? Korruptionsvorwurf gegen Premier Jazenjuk
Ukraine: Finanzinspektor entlassen – Sein Vergehen? Korruptionsvorwurf gegen Premier Jazenjuk
Der Vorsitzende der ukrainischen Finanzinspektion, Nikolai Gordienko, ist auf Bestreben des ukrainischen Premierministers Arsenij Jazenjuk entlassen worden. Zuvor hatte er dem Premierminister "Korruptionsvertuschung" vorgeworfen und seine Suspendierung gefordert.

In einem Interview mit dem ukrainischen Sender Hromadske TV sagte Gordienko:

"Ich wurde anscheinend aufgrund meiner guten Arbeit entlassen."
Der ehemalige Finanzinspektor erklärte weiter, Premierminister Jazenjuk habe sich persönlich für seine Amtsenthebung eingesetzt. Darüber hinaus soll momentan "eine Untersuchung gegen die einstigen Ermittlungen seiner Abteilung laufen." Weiter erklärte Gordienko, die offizielle Begründung für seine Amtsenthebung laute auf "unqualifiziertes Handeln“.

 Kampf gegen Korruption? Schlägerei im ukrainischen Parlament
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Nach Ansicht des einstigen Vorsitzenden der Finanzinspektion beruhe seine Entlassung jedoch auf der Tatsache, "dass meine Abteilung klare Hinweise auf einen Verstoß [Korruption] innerhalb der aktuellen ukrainischen Regierung ermitteln konnte."

Nachdem Gordienko vorherige Woche einen Bericht veröffentlicht hatte, der den ukrainischen Premier Jazenjuk der "Korruptionsvertuschung" beschuldigt, warf die die ukrainische Regierung der Finanzinspektion Versäumnisse und Mängel bei ihren Ermittlungen vor.

Im Gespräch mit dem ukrainischen Generalsstaatsanwalt, bat der einseitige Finanzinspektor, um die vorläufige Suspendierung des Premierministers.

Um welche Beträge es in der Korruptionsermittlung konkret geht und welche Unternehmen beteiligt sind, gab der ehemalige Vorsitzende der staatlichen Finanzinspektion aufgrund der laufenden Ermittlung nicht bekannt, erklärte aber, der gesamte Betrug werde wahrscheinlich zehn Mal höher ausfallen, als momentan berechnet.

Insgesamt soll nach der ersten Prüfung ein vorläufiger Betrugswert in Höhe von 301 Millionen Hryvny vorliegen.  Derweil wies Jazenjuks Partei "Volksfront" alle Anschuldigungen zurück und gab bekannt, der Premier sei bereit zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.

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