Ukrainischer Premier nach neuem EU-Kredit: Ausreichend Finanzmittel für Rückeroberung des Donbass

Quelle: Ruptly
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Das EU-Parlament hat einem weiteren Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro an die Ukraine zugestimmt. In diesem Zusammenhang fordert der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk weitere Finanzhilfen und erklärt gleichzeitig über „ausreichende Finanzmittel“ zu verfügen, um die Donbass-Region zurückzuerobern.

„Dieses zusätzliche Geld einen wichtigen Beitrag zum internationalen Paket leisten, welches die Ukraine unterstützen soll.“
So der litauische EU-Abgeordnete Gabrielius Landsbergis am Donnerstag vor dem Ausschuss für internationalen Handel des EU-Parlaments zur Begründung der neuen Kreditbranche für die Ukraine.

Staatsbankrott: Ukraine bekommt frische IWF-Devisen

Aufgrund der höher als erwartet ausgefallenen wirtschaftlichen Rezession, der ukrainischen Kapitalflucht sowie dem starken Verfall der landeseigenen Währung, sind nun auch die Devisenreserven des Landes mittlerweile so erschöpft, dass die Ukraine über keinen Zugang mehr zu internationalen Anleihemärkten verfügt.

Sollte der Kredit vom Europaparlament und vom EU- Rat freigegeben werden, kann das Land mit der ersten Zahlung zu Ende 2015 und mit der zweiten Zahlung Anfang 2016 rechnen.

Im Gegenzug soll Kiew wirtschaftliche Reformen umsetzen und den Kredit innerhalb der nächsten 15 Jahre zurückzahlen.

Derweil erklärte Jazenjuk, das Land würde über „ausreichende Finanzmittel“ verfügen um die Donbass- Region zurück zu erobern. Diese „Ressourcen“ sollen größtenteils vom IWF und den USA stammen, so die Online-Zeitung Russian Insider.

Darüber hinaus scheint die Ukraine mit der Wiederaufnahme des Krieges beschäftigt zu sein. So verkündete der ukrainische Premier in der letzten Kabinettssitzung:

„Wir müssen die Mittel für den Kauf der neuen Geräte und Waffen aus dem dritten und vierten Quartal in das erste und zweite Quartal befördern. Wir werden mit allen Methoden und Techniken für die Etablierung des Friedens und die Wiedererlangung der Kontrolle über die Regionen Donezk und Lugansk kämpfen.“