Doch US-Bodenoffensive? USA schicken 4.000 Infanteriesoldaten und Panzer gegen IS nach Kuwait

Doch US-Bodenoffensive? USA schicken 4.000 Infanteriesoldaten und Panzer gegen IS nach Kuwait
Doch US-Bodenoffensive? USA schicken 4.000 Infanteriesoldaten und Panzer gegen IS nach Kuwait
Während der US-Kongress über die Entsendung von Bodentruppen in den Irak und Syrien nachsinnt, ist die US-Army wieder einmal schneller: 4.000 GIs der 3. Schweren Brigade der 4. US-Infanteriedivision inklusive schwerer Panzer werden im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ diesen Donnerstag nach Kuwait verlegt. Brigade-Kommandeur Greg Sierra sagte bei der Verabschiedungszeremonie: "Am Ende, wenn wir in Kämpfe gezogen werden, werden wir gewinnen."

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Die in Fort Carson, einer Ortschaft im US-Bundesstaat Colorado, stationierte 3. Schwere Brigade der 4. US-Infanteriedivision wird Pentagon-Aussagen zufolge dem US Central Command (deutsch: Zentralkommando der Vereinigten Staaten) in Nahost als Reserve-Einheit untergeordnet. Sollte es zu Bodeneinsätzen gegen den selbst ernannten „Islamischen Staat“ kommen, könnte die 3. Brigade aufgrund ihrer hohen Kampfkraft als „schnelle Eingreiftruppe“, die im Irak und in Syrien schnelle Geländegewinne garantiert, fungieren.

Ausgerüstet mit schweren Panzern und Infanterie-Kampffahrzeugen, wie der M2 Bradley IFV, stellt die 3. Brigade den schlagkräftigsten Kampfverband Fort Carsons. Viele der aktiven Soldaten dienten bereits in einem oder mehreren der insgesamt vier Kampfeinsätze der Brigade im Irak.

„Für uns ist die Versetzung nichts Neues“, verlautbarte Brigade-Kommandeur und Oberst Greg Sierra, während der Verabschiedungszeremonie vom Wochenende.

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Laut eigenen Aussagen, trainieren und bereiten sich Sierras Soldaten bereits seit einem Jahr auf die Kuwait-Mission vor. Das lässt wiederum darauf schließen, dass die Entscheidungen des Weißen Hauses in Bezug auf Syrien und Irak von langer Hand geplant werden. Zumindest bietet das in den letzten Jahren zweifelhafte und mitunter inkonsequente Engagement der US-Army in Nahost Anlass die Ziele Washingtons ernsthaft zu hinterfragen. Schließlich eroberte der IS erst vor rund acht Monaten, Anfang Juni, Mossul, die zweitgrößte Stadt Iraks.

Nachdem sich die 3. Brigade im Afghanistan-Krieg einen Namen in der Aufstandsbekämpfung gemacht hatte, spezialisierte sie sich infolge der US-Invasion im Irak 2003 auf die gepanzerte Kriegsführung. Sierra bemerkte zuversichtlich:

„Wir sind für diese Mission absolut bereit.“
Am Mittwoch trat US-Präsident Barack Obama vor den Kongress, um von diesem prinzipielle Vollmachten zu erhalten, die der Armee umfassende Bewegungsfreiheit und Eingriffsmöglichkeiten im Irak und Syrien geben sollen, wenn es sein muss auch mit Bodentruppen.

„Lokale Kräfte, nicht US-Streitkräfte, sollen eingesetzt werden, um Operationen durchzuführen“, beteuerte Präsident Obama noch in einem offenen Brief an den Kongress, gab aber zu:

„Die Autorisierung würde unseren Truppen mehr Flexibilität im Rahmen von Boden-Operationen gewähren.“
Seit Ende des Irak-Krieges im Jahre 2011 unterhalten die USA eine Infanterie-Brigade in Kuwait auf der Arabischen Halbinsel. Der Golfstaat teilt im Norden und Westen eine 240 Kilometer lange Grenze mit dem Irak. Die dort stationierten GIs, darunter traditionelle Verbände aus Fort Carson, bilden Kämpfer aus dem gesamten Nahen Osten aus. Zuletzt führte die 2. Schwere Brigade der 4. Infanteriedivision mit Verbündeten der Anti-IS-Koalition, darunter Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, angesichts der Bedrohung durch den „Islamischen Staat“, so lautet das Credo der US-Army, Trainingsmissionen durch.

Oberst Greg Sierra betonte:

„Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“
Wenn Soldaten der Brigade in Gefechte mit dem „Islamischen Staat“ verwickelt werden sollten, versicherte der Oberst den Familien und Angehörigen seiner Einheit:

„Am Ende, wenn wir in Kämpfe gezogen werden, werden wir gewinnen.“