Nach Raketen-Beschuss durch ukrainische Armee: Explosion in Donezker Chemiefabrik

Standbild von youtube.com/user/gorlowka
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Sonntagabend ist in Donezk eine Chemiefabrik von der ukrainischen Armee mit einem BM-30 Mehrfachraketenwerfersystem beschossen wurden. Eine gewaltige Explosion erschütterte daraufhin die Stadt. Der Feuerball war weithin sichtbar. Abgeordnete des ukrainischen Parlaments lobten die Soldaten für den Treffer. RT-Korrespondent Roman Kosarew berichtet direkt aus Donezk.

Eine gewaltige Explosion erschütterte am Sonntag um 22:50 Uhr Ortszeit die militärische Chemiefabrik DKZHI in Donezk. Die Fabrik ist dafür bekannt, chemische Produkte herzustellen, die für industrielle Sprengstoffe, Munition und Ausrüstung für Geschütze und Bomben verwendet werden. Dies ist nicht der erste Angriff auf die Fabrik durch Kiewer-Kräfte. Bereits im September und November letzten Jahres wurde sie gezielt mit Raketen beschossen. Abgeordnete des ukrainischen Parlaments lobten den Beschuss, gestanden aber auch ein, dass die Einheit nach Koordinaten geschossen hatte und angeblich gar nicht wusste, dass sie damit die Chemiefabrik im Visier hatten.

Das Feuer, das durch die Explosion entfacht wurde, ist nach Angaben der örtlichen Milizen mittlerweile unter Kontrolle und auch die Gefahr weiterer chemischer Reaktionen sei gebannt. Auch seien bisher keine Todesopfer zu beklagen, so die Mitteilung der Miliz.

Boris Filatow, ehemaliger stellvertretender Chef der Regionalverwaltung von Dnjepropetrowsk und Mitglied des ukrainischen Parlaments, gab auf seiner Facebook-Seite bekannt, das ukrainische Militär habe die Stadt mit einem BM-30 Mehrfachraketenwerfersystem beschossen.

Der ultra-rechte Politiker und Kommandeur einer paramilitärischen Einheit, Dmytro Jarosch, der in die Kiewer Militäraktionen in der Südostukraine involviert ist, hat auf seiner Facebook-Seite ebenfalls bestätigt, dass die Explosion von ukrainischer Artillerie verursacht wurde.

Jarosch, der von Interpol wegen Anstiftung zum Terrorismus gesucht wird, wurde im Oktober 2014 in die Rada gewählt. Er spielte eine Schlüsselrolle bei den Maidanprotesten, aus denen sich der Putsch gegen die gewählte Janukowich-Regierung entwickelt hatte.