Umfrage: Immer mehr Russen rechnen mit Krieg zwischen Russland und Ukraine

Quelle: Ruptly
Quelle: Ruptly
Nach der neusten Meinungsumfrage des Moskauer Meinungsforschungsinstitutes WZIOM, ist die Anzahl der Russen, die mit einem Krieg zwischen Russland und der Ukraine rechnen, signifikant angestiegen.

Insgesamt ordnet die Hälfte aller Befragten die Ereignisse in der Ukraine als Bürgerkrieg ein. Von Genozid und Terror sprechen rund 17 Prozent. Von einer durch den Westen erfolgten Einmischung gehen 43 Prozent aus.

Mehr als 25 Prozent rechnen mit einem Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Dies sind über acht Prozent mehr als bei der letzten Befragung vor drei Monaten. Rund zehn Prozent äußerten die Ansicht,  dass bereits bei den derzeitigen Ereignissen von einen Krieg gesprochen werden kann.

Quelle: U.S. Army Europe Images/CC BY 2.0

WZIOM-Direktor Waleri Fjodorow weist daraufhin, dass immer mehr Russen, die Ereignisse im Nachbarland, als Bürgerkrieg einordnen. Als weitere Eskalation der Situation wird die brüchige Feuerpause angesehen.

"Die Hoffnung auf die Minsker Vereinbarungen sind geplatzt, es hat nicht geklappt, den Konflikt einzufrieren, die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist gestiegen."
Mit diesen Worten erläutert Fjodorow die gestiegene Anzahl der Befragten, die mit einem Krieg rechnen.

Nach Ansicht des Direktors des russischen Zentrums für politische Informationen, Alexej Muchin, verwendet die ukrainische Regierung zunehmend eine kriegshetzerische Rhetorik. Explizit spricht Kiew schon jetzt von einem Krieg mit Russland und erkläre das Nachbarland zum Aggressor. Dieser Diskurs erklärt laut Muchin auch die Ergebnisse der Befragung:

"Es kommen soziale Instinkte zum Tragen. Die Menschen reagieren auf diese Herausforderungen und Signale, wobei die Möglichkeit eines Krieges nicht mit dem Brudervolk, sondern mit den radikalen Erscheinungen der ukrainischen Regierung und den ultra-nationalistischen Freiwilligen-Verbände  nicht mehr ausgeschlossen wird."

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