موفق باشید - Iran verabschiedet sich vom US-Dollar

Quelle: Images Money/ CC BY 2.0
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Iran verzichtet künftig auf US-Dollar im Außenhandel. Seit Washington das globale Finanzsystem gezielt gegen andere Staaten instrumentalisiert, versuchen immer mehr Länder sich vom Dollar zu verabschieden.

Die Islamische Republik stoppt den Handel mit dem US-Dollar im Rahmen ihrer Exportwirtschaft. Teheran prüft derweil die Möglichkeit, umfassende bilaterale Währungsabkommen mit einer Vielzahl weiterer Volkswirtschaften abzuschließen, die nicht mehr gewillt sind, durch die Verwendung des US-Dollars indirekt die USA mitzufinanzieren.

Brasilien und Uruguay lösen sich vom US-Dollar

Ghulamali Kamyab, Vizechef der iranischen Zentralbank, teilte am Samstag mit:

„Im Handel mit dem Ausland nutzt der Iran andere Währungen, darunter den chinesischen Yuan, den Euro, die türkische Lira, den russischen Rubel und den südkoreanischen Won.“
Weitere Verhandlungen über den Ausbau des Engagements dürften in Kürze aufgenommen werden, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Banker aus Teheran.

Kamyab glaubt, dass sogenannte Zins- und Währungstauschvereinbarungen (Currency Swaps) den Handels- und Wirtschaftsverkehr zwischen Iran und weiteren Staaten erleichtern werden.

Quelle: Chairman of the Joint Chiefs of Staff/CC BY 2.0

Die Islamische Republik ist nicht das erste Land, das sich vom US-Dollar distanziert. Zuvor einigten sich Russland und China 2014 darauf Zins- und Währungs-Swaps einzuführen, was einen Schritt zur Verringerung des Einflusses des US-Dollars und zur Reduzierung von Währungsrisiken darstellte. Ähnliche Schritte hatten auch bereits Uruguay und Brasilien eingeleitet.

Infolge jahrzehntelangen Missbrauchs ihrer Finanzmacht könnten die Vereinigten Staaten nun eine gewaltige Quittung kassieren.

Länder wie Iran, die seit den 1980ern systematisch von den USA sanktioniert werden, aber auch China und Russland, scheinen die Ablösung des Dollars als Weltwährung zu beschleunigen.

Sie sind nicht mehr gewillt, Washington indirekt an allen Transaktionen im Ausland mitverdienen zu lassen. Berry Eichengreen, US-Ökonom, errechnete 2011, dass die USA dank des Leitwährungsstatus der eigenen Währung ein jährliches Leistungsbilanzdefizit von 500 Milliarden Dollar anhäufen.